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Aus für Kanada und USA

Europas Eishockey-Teams haben den Nordamerikanern das schlechteste Abschneiden in ihrer Olympia-Geschichte zugefügt und spielen in Turin erstmals seit 30 Jahren die Medaillen unter sich aus.

Russland schaltete am Mittwoch im Viertelfinale Olympiasieger Kanada mit 2:0 aus, Finnland schlug den Olympia-Zweiten USA mit 4:3. Die beiden Sieger treffen am Freitag im Halbfinale aufeinander, das auch Schweden durch das 6:2 über die Schweiz erreichte. Die Schweden treffen auf Weltmeister Tschechien.

Russlands Jungstar Alexander Owetschkin von den Washington Capitals sorgte in der 42. Minute in Überzahl für den Führungstreffer gegen Kanada. Alexej Kowalew machte in der Schlussminute alles klar. Damit gelang in der temporeichen Partie mit starken Torhütern die Revanche für die letztjährige 3:4-Niederlage im WM-Halbfinale in Wien. Die USA glichen einen 0:2-Rückstand durch Ville Peltonen (10.) und Sami Salos Unterzahltor (13.) noch durch Mike Knuble (14.) und Mathieu Schneider (22.) aus. Doch Olli Jokinen (26.) und ein Eigentor von US-Torhüter Rick DiPietro (38.) bescherte den am Ende leichtsinnigen Finnen den sechsten Sieg im Turnier. Obwohl es Brian Gionta (56.) noch einmal spannend machte, gelang den USA um den 44-jährigen Kapitän Chris Chelios im Turnierverlauf nur gegen Kasachstan ein Sieg. Mit Platz acht stellten die Amerikaner ihr schlechtestes Olympia-Abschneiden von 1994 ein.

Schweden vermied eine Viertelfinal-Blamage wie 2002 gegen Weißrussland. “Diese Erfahrung hat uns geholfen. Man darf niemanden auf die leichte Schulter nehmen”, sagte Stürmer Peter Forsberg, der 1994 das Olympia-Finale entschieden hatte. Der Sieg gegen die Schweiz fiel erheblich leichter als beim 2:1 im WM-Viertelfinale 2005 in Innsbruck, weil die Eidgenossen nach den sensationellen Vorrundenerfolgen über Kanada und Tschechien müde wirkten.

Weltmeister Tschechien, der das Bruderduell gegen die Slowakei mit 3:1 gewann, komplettierte das Olympia-Halbfinale. Die bisher nicht überzeugenden Tschechen dominierten zunächst gegen die in allen fünf Vorrundenspielen siegreichen Slowaken. Martin Rucinsky (13.) in Unterzahl und Milan Hejduk (29.) hievten den Olympiasieger von 1998 unter die letzten Vier. Marian Gaboriks (44.) Anschlusstor reichte dem Weltmeister von 2002 nicht. Sekunden vor dem Ende stellte Martin Straka den 3:1-Endstand her.

Viertelfinale:
Russland – Kanada: 2:0 (0:0,0:0,2:0)
Finnland – USA: 4:3 (2:1,2:1,0:1)
Schweiz – Schweden: 2:6 (1:2,0:3,1:1)
Tschechien – Sloeakei: 3:1 (1:0,1:0,1:1)

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