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Aus für "Anke Late Night"

Das Ende für Anke Engelkes Late-Night-Show ist besiegelt. Die Produktionsfirma Brainpool und Sat1 entschlossen sich,die letzte Ausgabe am 21. Oktober zu produzieren und auszustrahlen.

Das teilte Sat1 mit. „Die heutige Entscheidung, ’Anke Late Night’ zu beenden, ist niemandem von uns leicht gefallen“, sagte Sat.1-Geschäftsführer Roger Schawinski. „Sie ist das Ergebnis langer und intensiver Überlegungen und Gespräche und die Konsequenz aus der Quotenentwicklung.“

Sat.1 wird auf dem verwaisten Sendeplatz um 23.15 Uhr nun zunächst eigenproduzierte Serien wie „HeliCops – Einsatz über Berlin“ zeigen. „Schade, dass die Sendung nicht mehr Zuschauern so viel Spaß gemacht hat wie meinem Team und mir“, sagte die 38-jährige Entertainerin. „Im Übrigen plane ich keine kreative Pause“, konnte sie sich einen kleinen Seitenhieb auf Harald Schmidt, der sich im Vorjahr eine ebensolche „Pause“ gegönnt hatte, nicht verkneifen. Engelke war mit der „Anke Late Night“ im Mai 2004 Schmidts Erbe angetreten. Nach guten Quoten zum Start ging es aber rasch bergab.

Der Vergleich von Zuschauern und Medien der unbestrittenen Comedy-Größe Engelke mit Harald Schmidt – den sie selbst einmal auch noch als ihren „Gott“ bezeichnete – fiel wenig überraschend zu ihren Ungunsten aus. Kritiker mokierten sich über platte Gags, die keine rechten Lacher fanden. Entsprechend flau waren und blieben die Einschaltquoten. Hinzu kamen verzichtbare Zwischenrufe wie etwa von Rudi Carell, der 10.000 Euro auf Engelkes Scheitern wettete.

Auch ein Relaunch nach der Sommerpause zeitigte nicht die erwarteten Erfolge. Engelke ging in einem verkleinerten Studio on air und wollte die Sendung „weiblicher“ machen, das Publikum aber, egal welchen Geschlechts, bröckelte weiter ab. Rund 650.000 Zuschauer waren dieser Tage noch dabei, der Marktanteil betrug sieben Prozent statt der von Sat.1 erwarteten zweistelligen Werte.

Engelke und Sat.1 wollen weiterhin eng zusammenarbeiten und neben neuen Episoden der Comedy „Ladykracher“ auch Hauptabendshows und Specials entwickeln. Bei der Vertragsauflösung für die Late Night-Show sind hohe Summen im Spiel: Abgemacht waren 40 Millionen Euro über drei Jahre für die Produktionsfirma Brainpool.

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