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Aus für LLB Schweiz: Nachfolgefirma muss US-Steuerstreit verhandeln

LLB schloss Schweizer Tochter - Geldabfluss von 2,5 Mrd. Franken
LLB schloss Schweizer Tochter - Geldabfluss von 2,5 Mrd. Franken ©AP
Die Liechtensteinische Landesbank (LLB) hat ihre Schweizer Tochtergesellschaft LLB (Schweiz) mit Ende des vergangenen Jahres geschlossen. Was derzeit noch bleibt, ist eine Abwicklungsgesellschaft, die den Steuerstreit mit den USA beilegen muss.

Auch der Verkauf der Zweigniederlassung Lugano an die Tessiner Privatbank PKB ist mittlerweile über die Bühne gegangen, wie die älteste und sich mehrheitlich im Staatsbesitz befindliche Bank des Fürstentums am Freitag mitteilte.

Geldabfluss von 2,5 Mrd. Franken

Die beiden Schritte führen bei der LLB-Gruppe 2013 zu einem Netto-Neugeld-Abfluss von rund 2,5 Mrd. Franken (2 Mrd. Euro). Zur Jahresmitte 2013 waren die verwalteten Vermögen auf 50,5 Mrd. Franken beziffert worden.

Die Liegenschaft der LLB an der Stampfenbachstraße in Zürich hat die LLB-Gruppe verkauft. Die Standorte Genf und Erlenbach sind neue Vertretungen der Liechtensteiner LLB und sollen sich auf Kunden aus Zentral- und Osteuropa konzentrieren.

Zweigniederlassung in Lugano an PKB

Die Schließung der LLB (Schweiz) mit rund 100 Mitarbeitern war im vergangenen März angekündigt worden. Der Verkauf der Filiale in Lugano bedeutet, dass insgesamt 26 Mitarbeiter und ein Geschäftsvolumen von rund 2 Mrd. Franken an die Vermögensverwalterin PKB übergehen.

Strafuntersuchung gegen LLB (Schweiz)

Die LLB (Schweiz) gehört zu jenen 14 Instituten der Kategorie 1 des US-Steuerprogramms, gegen die eine Strafuntersuchung wegen der mutmaßlichen Entgegennahme von unversteuerten Kundengeldern eröffnet wurde. Der Fall ist noch offen.

Für den rechtlich in Liechtenstein verankerten Teil der Bank hatte die LLB Ende Juli mit den USA einen Vergleich (Non-Prosecution Agreement) und erzielt und der Zahlung von 23,8 Mio. Dollar (17,4 Mio. Euro) zugestimmt. Im Gegenzug verzichteten die USA auf eine Strafverfolgung.

Nachfolgegesellschaft gegründet

Für die weitere Abwicklung der Schweizer Bankentochter wurde mit der LLB Verwaltung (Schweiz) AG eine Nachfolgegesellschaft gegründet, wie es am Freitag weiter hieß. Diese steht unter Aufsicht der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht (FINMA) und muss eine Lösung mit den amerikanischen Steuer- und Justizbehörden aushandeln.

Wegen der ungelösten Situation der Schweizer Tochter enthält die Bilanz der Bank nach wie vor Rückstellungen für den Steuerstreit mit den Amerikanern. Für das Schweiz-Geschäft sind dies rund 25 Mio. Franken, wie ein Sprecher sagte. Er bestätigte damit frühere Angaben der Bank zur speziell für den Steuerkonflikt gebildeten Reserven. (APA)

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