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Aus für Höfl-Riesch - Fenninger vor Gesamtsieg

Maria Höfl-Riesch wird abtransportiert
Maria Höfl-Riesch wird abtransportiert
Nach dem verletzungsbedingten Saison-Aus der Deutschen Maria Höfl-Riesch steht Anna Fenninger praktisch als Ski-Gesamtweltcupsiegerin fest. Die Salzburgerin wird aber erst später feiern, geht es für sie in Lenzerheide doch auch um die Disziplinwertungen in Super-G und Riesentorlauf. Zudem hat die Schweizerin Lara Gut mit 235 Punkten Rückstand noch eine theoretische Chance auf das große Kristall.

Die in der Gesamtwertung drei Rennen vor Schluss elf Punkte zurückliegende Höfl-Riesch hat sich bei ihrem Sturz in der Abfahrt am Mittwoch einen Muskelfaserbündelriss an der Adduktorengruppe im linken Oberschenkel, schwere Prellungen im Schulter- und Ellenbogenbereitgelenk sowie eine Kapselverletzung im linken Ellenbogengelenk zugezogen. Das ergab eine MRT- und Röntgen-Untersuchung im Spital von Chur. Kleiner Trost für die 29-Jährige war der Gewinn der Abfahrtswertung.

“Sie ist diese Woche nicht mehr einsatzfähig”, sagte der DSV-Damen-Cheftrainer Thomas Stauffer nach der abendlichen Mannschaftsführersitzung. “Es ist schmerzhaft, wenn man eine ganze Saison so hart arbeitet und so nah dran ist und am Schluss nicht mehr um die große Kugel kämpfen kann.”

Höfl-Riesch denkt über Karriereende nach

Ob Höfl-Riesch ihre Karriere fortsetzen wird, ist offen. Sie selbst hat gesagt, dass sie nach der Saison und unabhängig vom Ausgang in Ruhe darüber entscheiden werde. “Sehr viele gemischte Gefühle heute! Maria, ich wünsche dir alles, alles Gute! xo”, schrieb Fenninger auf Twitter.

“Ich bin sehr traurig, dass die Maria als Letzte gestürzt ist. So wünscht man sich ein Weltcupfinale nicht und auch nicht das Ende einer Abfahrt”, sagte ÖSV-Rennsportleiter Jürgen Kriechbaum, nachdem das Ausmaß der Höfl-Riesch-Verletzung und die damit verbundene Entscheidung im Gesamtweltcup bekannt geworden waren. “Es ist traurig, dass sie nicht mehr starten kann.” Verletzungen gehören zum Sport dazu und alle würden ein großes Risiko eingehen, auch Fenninger, meinte er. “Wenn man sich am Limit bewegt, kann es passieren, dass man stürzt.”

Große Kugel für Fenninger fix

Der Gewinn der großen Kristallkugel, der erste für die ÖSV-Damen seit Nicole Hosp 2007, freut ihn natürlich: “Das ist im Hintergrund immer ein gewisses Ziel. Wenn man das aus eigener Stärke schafft, ist es sehr, sehr schön. Aber Anna hat eine wirklich gute Saison gehabt. Die Verletzung von Maria jetzt ist sehr, sehr bitter. Es sind noch einige Rennen. Für die Anna gilt es, noch einmal versuchen, richtig gut Ski zu fahren”, merkte man Kriechbaum an, dass er sich ein hochklassiges Duell dieser beiden Läuferinnen bis zum Schluss gewünscht hätte.

Ein Schlüssel zum Erfolg Fenningers, die bei Olympia Gold im Super-G und Silber im Riesentorlauf gewonnen hatte, war deren konstant gute Saison. “Sie war über die ganze Saison in Riesentorlauf, Super-G und Abfahrt fast immer in den Top-6, man muss sie bewundern, wie konstant sie war. Es ist ein sehr, sehr toughes Programm, wie sie das abspulen. Es geht Schlag auf Schlag, man ist jede Woche unterwegs und muss schauen, dass man bis zum Schluss frisch bleibt”, sagte Kriechbaum.

Noch zwei Kugeln für Fenninger möglich

An Feiern wollte im ÖSV niemand denken, denn es steht noch einiges für Fenninger auf dem Programm. “Es geht auch noch um andere Dinge, nicht nur den Gesamtweltcup. Das wird sicherlich noch sehr spannend werden”, meinte Kriechbaum.

Im Super-G führt Gut, die am Mittwoch die Abfahrt für sich entschieden hat, mit 348 Punkten vor Fenninger (277). Die Salzburgerin kann in diesem Rennen im Gesamtweltcup auch theoretisch alles klarmachen, aber auch noch die Disziplinwertung holen. Im Riesentorlauf hat Fenninger als dreifache Saisonsiegerin nur 14 Punkte Rückstand auf die führende Schwedin Jessica Lindell-Vikarby.

Volle Konezentration zum Saisonende

Kriechbaum wünscht sich, dass Fenninger die Saison konzentriert zu Ende fährt und nicht an Kugeln denkt. “Sie muss Gesamt- und Disziplinweltcup komplett ausblenden. Es ist ein anspruchsvoller Hang für den Super-G und eine anspruchsvolle Kurssetzung. Es gibt da keine halben Dinge. Man muss voll konzentriert sein und den Hang richtig attackieren, die Kurssetzung richtig lesen.”

Und am Schlusstag folge noch der Riesentorlauf. “Es hört nicht auf im Moment. Es ist jedes Rennen noch sehr wichtig. Und man will ja auch noch gut fahren und gewisse Dinge noch bestätigen.” Und mit starken Leistungen in Super-G und Riesentorlauf kann die 24-Jährige unterstreichen, dass sie es auch aus eigener Kraft zum Gesamtweltcup geschafft hätte.

(APA)

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