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Aus für Erdogan-Statue in Wiesbaden

Die Erdogan-Statue hatte für große Aufregung gesorgt - Der Aufwand für den Schutz wurde der Stadt zu hoch.
Die Erdogan-Statue hatte für große Aufregung gesorgt - Der Aufwand für den Schutz wurde der Stadt zu hoch. ©APA
Die Stadt Wiesbaden hat die als Teil eines Kunstfestivals aufgestellte Statue des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan wieder abbauen lassen.
Erdogan-Statue kommt weg
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Es habe sich abgezeichnet, dass Protestierende aus dem gesamten Bundesgebiet anreisen würden. Der Aufwand, das Kunstwerk zu schützen, sei zu hoch gewesen. Der Abbau mithilfe der Feuerwehr sei ohne weitere Vorkommnisse über die Bühne gegangen, teilte die Polizei in einem Tweet mit.

Angst vor Ausschreitungen

Bereits am Dienstagnachmittag sei es auf dem Platz der Deutschen Einheit “zu hitzigen Diskussionen und Rangeleien” gekommen, sagte Stadtsprecher Ralf Munser am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Die Polizei habe mehrfach einschreiten müssen. “Nach Einschätzung der Ordnungskräfte wäre eine ruhige und friedliche Atmosphäre nur durch den dauerhaften Einsatz starker Polizeikräfte zu erreichen gewesen.” Nach Angaben der Polizei sind am Abend rund einhundert Beamte vor Ort gewesen. Die Lage habe sich zwar hochgeschaukelt, etwas strafrechtlich Relevantes sei allerdings nicht passiert, sagte ein Polizeisprecher.

Im Laufe des Tages sei dann zudem bekannt geworden, dass kurdische Kreise dazu aufgefordert hätten, überregional zu Protestaktionen nach Wiesbaden anzureisen, sagte Stadtsprecher Munser. Das hätte nach Einschätzung der Stadt “einen massiven dauerhaften Polizeieinsatz” nötig gemacht. In dieser Situation hätten Oberbürgermeister Sven Gerich (SPD) und Ordnungsdezernent Oliver Franz (CDU) am Abend den Abbau beschlossen.

Diskussion um Statue in Wiesbaden

Die Kunstinstallation im Rahmen der Wiesbaden Biennale hatte viel Aufsehen erregt und für Irritationen gesorgt. Auch die Stadtverwaltung zeigte sich überrascht. Im Vorfeld der Biennale sei das Aufstellen einer “menschenähnlichen Statue” genehmigt worden, hatte die Stadt am Dienstag mitgeteilt. Es sei aber nicht klar gewesen, “dass es sich um eine Erdogan-Statue handeln wird”.

Der Wiesbadener Staatstheater-Intendant Uwe Eric Laufenberg verteidigte die Aktion als ein Statement für die freie Meinungsäußerung. “Wir haben die Statue aufgestellt, um über Erdogan zu diskutieren”, erklärte Laufenberg. “Das geht überall. Die Kunst ist dazu da, zu zeigen, wie es ist.” Das sei nicht immer leicht zu verstehen. “Aber in einer Demokratie muss man alle Meinungen aushalten.”

Zahlreiche Neugierige und Passanten hatten das Kunstwerk auf dem zentral in der hessischen Landeshauptstadt gelegenen Platz der Deutschen Einheit in Augenschein genommen. “Wir haben eine Reihe von irritierten Bürgern, die bei uns anrufen. Es ist für viele nicht erkennbar, dass es im Rahmen der Biennale läuft”, sagte eine Stadt-Sprecherin.

(APA)

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