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Auktionsrekorde für Léger- und Munch-Gemälde

©AP
Ein kubistisches Meisterwerk aus der Sammlung des deutschen Kunstexperten Hermann Lange ist in New York für einen Rekordpreis von 39,2 Millionen Dollar versteigert worden. Das Bild "Étude pour La Femme en Bleu" des Künstlers Fernard Léger ging am Mittwoch bei einer Sotheby's-Versteigerung an die Kunsthändlerin Doris Ammann. Der bisherige Auktionsrekord für ein Léger-Bild lag bei 22,4 Mio. Dollar.

Der Kunstsammler Hermann Lange, ein Industrieller aus Krefeld, hatte die ungewöhnlich dichte Komposition der “Blauen Frau” Ende der 20er Jahre erstanden. Seither blieb sie in der Familie, die sie jetzt zum Verkauf anbot. Sotheby’s lobte das Bild als eines der letzten Schlüsselwerke des Kubismus, das noch in privater Hand ist.

Einen weiteren Rekord fuhr Edvard Munchs Gemälde “Mädchen auf einer Brücke” ein. Es erzielte 30,8 Millionen Dollar (20,1 Mio. Euro) – fast dreimal so viel wie der bisherige Auktionsrekord für den norwegischen Künstler. Das Bild der Mädchengruppe mit einer neuen, radikalen Perspektive stammt aus dem Jahr 1902 – einer Zeit, die Munch (“Der Schrei) selbst für sehr entscheidend hielt. “Diese Jahre von 1902 bis zur Klinik in Kopenhagen waren die unglücklichsten, die schwierigsten und trotzdem die schicksalhaftesten und produktivsten Jahre meines Lebens”, schrieb er später.

Die größte Überraschung des Abends gab es, als das Stillleben “Le Géranium” (1910) von Henri Matisse mit 9,5 Millionen Dollar die höchsten Schätzungen um fast das Dreifache übertraf – sechs Interessenten trieben den Preis der “New York Times” zufolge in einem spannenden Bieterverfahren in die Höhe.

Insgesamt konnte Sotheby’s bei der Versteigerung impressionistischer und modernen Kunst eigenen Angaben zufolge 235 Millionen Dollar erzielen und lag damit ziemlich genau im Mittelfeld der zuvor auf 200 bis 280 Millionen Dollar geschätzten Einnahmen. Elf von 52 Angeboten blieben unverkauft.

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