AA

Auktion von Hirst übertrifft Erwartungen

Eingelegter Hai brachte 9,5 Millionen Pfund
Eingelegter Hai brachte 9,5 Millionen Pfund ©APA (epa)
Die mit Spannung erwartete Auktion von Werken des britischen Skandalkünstlers Damien Hirst hat schon am ersten Tag einen Rekord gebrochen.

Insgesamt wechselten am Montagabend bei Sotheby’s in London 54 Werke von Hirst für 70,5 Millionen Pfund (fast 90 Millionen Euro) den Besitzer.

Damit übertraf Hirst nach Angaben von Sotheby’s den Rekord bei einer Versteigerung, die nur einem einzigen Künstler gewidmet war. Diesen hielt bisher Pablo Picasso bei einer Auktion von 88 Werken im Jahr 1993. Sotheby’s hatte bei der Hirst-Versteigerung, die am Dienstag weiter geht, insgesamt mit einem Wert von 65 Millionen Pfund gerechnet.

Ein teilweise vergoldeter, eingelegter Bulle wurde am Montag für 10,3 Millionen Pfund versteigert. Damit übertraf das Werk “The Golden Calf”, das als Highlight der Auktion gilt, zwar nicht den obersten Schätzpreis von 12 Millionen Pfund. Doch ein in Formaldehyde eingelegter Hai erreichte mit 9,5 Millionen Pfund fast das Doppelte des erwarteten Preises. “Fragments Of Paradise”, ein Werk aus Edelstahl, Glas und Diamanten, wechselte für 5,2 Millionen den Besitzer und übertraf den Schätzpreis um mehr als das Dreifache.

Die Auktion namens “Beautiful Inside My Head Forever” wurde mit großer Spannung beobachtet, da Hirst seine mehr als 220 neuen Werke direkt über ein Auktionshaus auf den Markt bringt. Es ist somit das erste Mal, dass ein Künstler eine so große Sammlungen nicht über eine Galerie oder einen Händler verkauft. Das gilt als Revolution in der Branche.

Der 43 Jahre alte Skandalkünstler machte unter anderem mit einem mit Diamanten besetzten Totenschädel Schlagzeilen. Hirst wurde in den 90er Jahren mit Schock-Schauen der sogenannten Young British Artists bekannt und gilt als der reichste lebende Künstler des Vereinigten Königreiches.

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Kultur
  • Auktion von Hirst übertrifft Erwartungen
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen