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Aufregung um oberösterreichischen Luchs

Aufregung um einen Luchs, der seit neun Monaten mit einem Senderhalsband im und rund um den Nationalpark Kalkalpen unterwegs ist, gibt es in Oberösterreich.

Das Tier soll nun eingefangen werden, offiziell um die Batterie des Senders zu wechseln. Nationalpark-Chef Erich Mayrhofer fürchtet allerdings, dass die Zukunft des Pinselohrs unsicher sei.

Der Luchs war als Jungtier eingefangen und mit einem Sendern versehen worden. “Natürlich hat er seine Flausen, er ist ja noch jung”, so Mayrhofer, aber er verhalte sich artgerecht. Bei Hinterstoder soll die Katze aber versucht haben, einem Jäger ein geschossenes Kalb abzuluchsen, und die Weidmänner damit gegen sich aufgebracht haben. Wie Mayrhofer schilderte, habe der Betroffene den Luchs mit Schneebällen verjagen wollen. Das sei aber nicht gelungen. Daraufhin sei er zur Polizei gegangen, die den Fall aufgenommen habe.

Nun befürchtet Mayrhofer, dass noch diese Woche ein Bescheid zum Fangen des Tieres hinausgehen soll. Es herrsche aber noch keine Klarheit darüber, wann und wo es wieder ausgesetzt werde. Er befürchtet, dass der Luchs dann längere Zeit in einem Tierpark verbringen muss. Dadurch käme es aber zu einer schleichenden Domestizierung, die Katze könnte die Scheu vor dem Menschen immer mehr verlieren.

Bei der Abteilung für Land- und Forstwirtschaft im Amt der Oberösterreichischen Landesregierung hieß es dazu, das Fangen des Luchses diene grundsätzlich nur der Neubesenderung. Dafür werde das Tier vorerst in einem Gehege untergebracht. Dort soll es dann aber bleiben, bis klar ist, was weiter passiert. Jedenfalls würden Nationalpark und Jägerschaft in die Entscheidung eingebunden, versprach die Behörde.

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