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Aufregung um Flachdach-"Wanderer"

Für einen "Auflauf" an Einsatzkräften sorgte am Freitag ein Unbekannter, der offensichtlich auf dem Flachdach des grünen Bettenturmes des Wiener AKH unterwegs war.

Die vom Spital alarmierte Polizei rückte mit Sicherheitsausrüstung und Diensthunden an, weil der Mann gerüchteweise bewaffnet war. Der Flachdach-“Wanderer” verschwand schließlich spurlos, wie Krankenhausdirektor Univ.-Prof.Dr. Reinhart Krepler der APA mitteilte, die Aktion wurde nach etwa einer halben Stunde beendet.

Der diensthabende Inspektionsbeamte des AKH hatte den Mann vor 18.00 Uhr in luftiger Höhe auf dem Dach des dem Gürtel näheren AKH-Turmes gesichtet – in einem Bereich, der natürlich für Patienten und Besucher gesperrt ist. Ein Zeuge wollte auch gesehen haben, dass der Unbekannte eine nicht näher bezeichnete Waffe bei sich hatte. Obwohl der AKH-Inspektionsbeamte solches nicht entdeckt hatte, rückte die Polizei – u.a. die Spezialeinheit WEGA – mit Sicherheitsausrüstung an. Neben der Feuerwehr war auch sehr schnell jemand von der AKH-Psychiatrie am Ort des Geschehens, weil auch ein Selbstmordversuch nicht ausgeschlossen werden konnte, so Krepler.

Schließlich lösten sich Einsatz und Aufregung sehr bald in Wohlgefallen auf: Nach 18.30 Uhr wurde der Einsatz beendet – allerdings ohne den Unbekannten zu erwischen. Dieser war irgendwo unerkannt verschwunden. Der AKH-Direktor mutmaßte, dass der Mann vielleicht nur die tolle Aussicht auf Wien genießen hatte wollen. “Ich gehe da auch öfter hinauf”, so Krepler. Allerdings sei der gesperrte Bereich nur über die Lifte und schließlich über das Technikgeschoss zu erreichen. “Und dort sind üblicherweise alle Türen verschlossen”, so der Ärztliche Leiter des Spitalskomplexes.

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