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Auflagenkontrolle - Erstmals wieder alle Printtitel ausgewiesen

Die neu wiedervereinigte Österreichische Auflagenkontrolle (ÖAK) hat am Mittwoch erstmals wieder gemeinsame Zahlen für die heimische Printbranche veröffentlicht. Zurück an Bord sind auch die Produkte der Mediaprint sowie des News-Verlags.

Neu ist, dass die Ausweisung nur mehr halbjährlich erfolgt. Mehr Transparenz soll durch die genauere Auflistung beim Großverkauf und Gratisvertrieb gewährleistet werden.

Die verkaufte Auflage wird ab sofort in zwei Kategorien unterschieden. Bei der ersten Kategorie darf der Anteil der Exemplare, die als Großverkauf vertrieben werden, maximal 17,5 Prozent betragen, in der zweiten Gruppe beträgt der Großverkauf maximal 35 Prozent. Unter Großverkauf versteht die ÖAK “Verkäufe von mehr als fünf Exemplaren, deren Verkaufspreis nicht unter 30 Prozent des regulären Vollabonnementpreises liegt”, heißt es im Vorwort der Auflagenkontrolle. Vergleiche mit früheren ÖAK-Ausweisungen seien aufgrund der neuen Kriterien nicht zulässig.

Meistverkaufte Zeitung des Landes war im ersten Halbjahr 2008 nach wie vor die “Kronen Zeitung” mit 820.768 verkauften Exemplaren, gefolgt von der “Kleinen Zeitung” (276.963). Dahinter liegen der “Kurier” mit 165.005 und “Österreich” mit 167.303 verkauften Stück. Das Fellner-Blatt weist dabei in jener Kategorie aus, in der der Großverkauf bis zu 35 Prozent des Gesamtverkaufs ausmacht. Die Wien-Ausgabe von “Österreich” fällt nach den neuen Richtlinien der ÖAK in den Bereich Gratiszeitungen. Dazu zählen Blätter, bei denen weniger Exemplare durch Direkt- und Großverkauf vertrieben werden, als auf sonstigem Weg – also durch Zielgruppenversand und Gratisvertrieb.

Die “Oberösterreichischen Nachrichten” kamen auf 104.272 verkaufte Exemplare, die “Tiroler Tageszeitung” wurde 90.123 mal verkauft. “Die Presse” konnte im ersten Halbjahr durchschnittlich 83.315 mal an den Leser gebracht werden, ihr lachsfarbener Konkurrent “Der Standard” kam auf 76.775 verkaufte Stück. Die Verkaufsauflage der “Salzburger Nachrichten” lag bei 69.702 und die der “Vorarlberger Nachrichten” bei 63.559. Das “WirtschaftsBlatt” wies eine Verkaufsauflage von 25.336 Stück aus und die “Neue Vorarlberger Tageszeitung” kam auf 8.160 verkaufte Stück in der Kategorie Großverkauf bis 35 Prozent.

Bei den Wochenzeitungen vermeldeten die “Niederösterreichischen Nachrichten” 131.944 verkaufte Exemplare, die “Niederösterreichische Rundschau” kam auf 9.467 Stück. “Die Furche” wies in der Kategorie zwei (bis zu 35 Prozent Großverkauf) aus und lag bei 15.333. Die “Oberösterreichische Rundschau” wird im Bereich der Gratis-Wochenzeitungen aufgeführt. Ihr “Gratisvertrieb” wird mit 133.658 Stück angegeben und liegt damit über den verkauften Exemplaren, die mit 96.988 beziffert werden.

Hoch im Kurs lag “Die Ganze Woche”, von der 319.211 Stück verkauft wurden. Die Programmzeitschrift aus dem News-Verlag, “tv-media”, fand 230.981 Käufer und “Woman” kam auf 175.967 zahlkräftige Leser. Die übrigen Titel aus dem News-Verlag wiesen in der zweiten Kategorie aus. Hier verkaufte “News” auf 193.400 Stück, das “profil” lag bei 73.341, “trend” bei 50.674 und “Format” bei 43.385. Die “Seitenblicke” kamen auf 41.701 und die “Sportwoche” auf 31.827 verkaufte Stück. Die “ORF nachlese” verkaufte sich -in Kategorie eins – 79.830 mal.

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