Auf die Führenden aufgeholt

Roman Hagara/Hans Peter Steinacher haben am Montag in der Tornadoklasse mit den Tagesrängen 14 und acht nach der Berücksichtigung eines Streichresultates ihren zweiten Gesamtrang behauptet.

In der Wertung hat das Segel-Duo sogar einen Zähler auf die zwei Mal auf Rang neun platzierten US-Amerikaner John Lovell/Charlie Ogeltree gut gemacht. Fünf Wettfahrten vor Schluss ist damit noch alles offen, liegen doch die ersten acht Teams innerhalb von nur acht Punkten. Dienstag ist Ruhetag.

Bei wegen der extremen Windverhältnisse irregulären Rennen – wie am Vortag kämpfte der Nordwind Meltemi gegen die vom Meer kommende Seabreeze – erwischten die Österreicher in der ersten Wettfahrt des Tages einen guten Start. „Aber dann ist es mühsam geworden. Viele haben riskiert, gingen über die komplett andere Seite und wir sind liegen geblieben. Wir haben alles probiert, aber es ging nichts auf. Dann haben wir auch noch ein Fass, das unter Wasser war, mitgenommen und das Ruder beleidigt”, berichtete Steuermann Hagara.

Die zweite Wettfahrt war auch nicht besser: “Das sind normal keine Verhältnisse zum Segeln, so was muss man abschießen, bei allen anderen machen sie es, nur bei uns nicht”, ärgerte sich Hagara ein wenig, dass es zu keinem Abbruch gekommen war. „Wir sind bei einer Tonne einfach stehen geblieben und 30 Meter weiter unten ging’s.” Die Österreicher betrieben mit Platz acht aber Schadensbegrenzung. „Jetzt fangen wir wieder von vorne an. Am Ruhetag werden wir schauen, dass wir die Krämpfe weg bekommen.”

Auch etliche Segler aus anderen Lagern waren auf die Wettfahrtleitung schlecht zu sprechen. „Bei jeder Dorfregatta wären Rennen mit Winddrehern von bis zu 180 Grad abgebrochen und neu gestartet worden. Da bereiten sich Menschen vier Jahre auf die Spiele vor und werden dann derart veralbert. Das ist unfair”, schimpfte etwa der Deutsche Ronald Gäbler, der 2004 vor Sydney Bronze geholt hatte. „Beide Rennen hätten nicht beendet werden dürfen”, kritisierte auch der Niederländer Herbert Dercksen, der mit Steuermann Mitch Booth zu den großen Gold-Favoriten zählt. Acht der 17 Teams hatten am Sonntag einen Protest gegen die Beendigung einer Wettfahrt bei zweifelhaften Bedingungen eingelegt und waren mit ihrem Begehren chancenlos gewesen.

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