"Auch wir haben etwas geleistet"

Werner Alfare sehnt eine baldige Klärung der finanziellen Situation des EHC Lustenau herbei.

Der langjährige Obmann des EHC Lustenau, Werner Alfare, wehrt sich. Er wehrt sich gegen die Einstufung des EHC als Schuldenklub. Und er fordert von Bürgermeister Kurt Fischer, seine Ankündigung, dem Verein zu helfen, endlich in Maßnahmen umzusetzen. „Man tut ja gerade so, als seien wir jahrelang unseren Verbindlichkeiten nicht nachgekommen. Das stimmt einfach nicht“, sagt Alfare. Der Ausgleich des Klubs liege 21 Jahre zurück. Bis auf die letzten beiden Saisonen habe der Verein keinen Abgang verzeichnet. „Wir Funktionäre haben in Jahren eines nicht ausgeglichenen Budgets aus eigener Tasche die Außenstände bezahlt. Ich selber habe als Privatmann für den EHC Lustenau 70.000 Euro in den Verein gesteckt.“

Als es eng wurde

Nur die letzten zwei Jahre sei es wirklich eng geworden. In diesem Zeitraum hätten sich auch die Schulden in Höhe von 150.000 Euro angehäuft. „Aber wirhaben mit den Gläubigern eine durchschnittliche Ausgleichsquote von 50 Prozent ausverhandelt. Jetzt fehlt halt nur noch eine endgültige Einigung mit der Gemeinde.“ Als Gläubiger neben der Kommune nennt Alfare Spieler, Trainer und Lieferanten. Knapp 50.000 Euro schuldet der Klub der Gemeinde. „Wobei der neue Vorstand 20 bis 25.000 Euro dieser Außenstände übernimmt. Aber jetzt wollen wir eben alle endgültige Klarheit. Und dazu gehört eine Einigung mit dem Bürgermeister. So wie der das zugesagt hat.“

15.000 Euro

Hauptstreitpunkt ist ein jährlicher Zusatzförderbeitrag von 15.000 Euro. Während Bürgermeister Fischer diesen Betrag als befristete Unterstützung während des Baus des VIP-Bereiches einstuft und ihn als EHC-Beitrag zur Schuldentilgung nicht mehr überweisen will, sieht Alfare die Sache anders. „Diese 15.000 Euro pro Jahr wurden uns vor einigen Jahren als Ausgleich für das Ungleichgewicht von Hallenmiete und Sportförderungen gewährt. Weil wir eben mit Hallenmiete und Pacht für das angeschlossene Restaurant mehr zahlten, als wir an Sportförderung bekamen.“ Beim VIP-Klub, der 500.000 Euro kostete und zu gleichen Teilen von Gemeinde und Verein finanziert wurde, sieht Alfare nicht bewertete Leistungen des Klubs. „Der VIP-Klub gehört der Gemeinde, die ihn natürlich auch nutzen kann.

Da steckt also viel EHC-Eigenleistung in einer für die Allgemeinheit zugänglichen Räumlichkeit. Auchwirhaben also etwas für die Kommune getan.“ Der 61-jährige Werner Alfare war ganze 34 Jahre im Vorstand des EHC Lustenau, davon zehn an vorderster Front. „Ich möchte die saubere Übergabe an den neuen Vorstand endlich abgeschlossen wissen. Erst dann kann ich mich unbeschwert auf die neue Saison freuen. Und natürlich helfe ich dem Verein weiter, wenn er mich mal braucht.“

VN

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