Auch Landesunternehmen werden klimaneutral

Im Dezember 2018 haben die im Vorarlberger Landtag vertretenen Fraktionen einstimmig beschlossen, im Zuge der MissionZeroV die Vorarlberger Landesverwaltung – als erste in Österreich – klimaneutral zu organisieren.
Im Dezember 2018 haben die im Vorarlberger Landtag vertretenen Fraktionen einstimmig beschlossen, im Zuge der MissionZeroV die Vorarlberger Landesverwaltung – als erste in Österreich – klimaneutral zu organisieren. ©VLK/Elena Müller
LH Wallner, LR Rauch und LR Tittler: Vorarlberger Pionierprojekt MissionZeroV wird konsequent weiterentwickelt.

Im Dezember 2018 haben die im Vorarlberger Landtag vertretenen Fraktionen einstimmig beschlossen, im Zuge der MissionZeroV die Vorarlberger Landesverwaltung – als erste in Österreich – klimaneutral zu organisieren. „Damit ist Vorarlberg einmal mehr seiner Pionierrolle im Energie- und Klimaschutzbereich gerecht geworden. In konsequenter Weiterführung sollen nun auch die landeseigenen Unternehmen sowie die Unternehmen mit mehr als 50 Prozent Landesbeteiligung Teil der MissionZeroV werden“, kündigte Landeshauptmann Markus Wallner gemeinsam mit Energielandesrat Johannes Rauch und Hochbaulandesrat Marco Tittler im Pressefoyer am Dienstag, 21. September, an.

Bis 2040: CO2-Emissionen möglichst ganz vermeiden

Bis zum Jahr 2040 sollen die CO2-Emissionen möglichst ganz vermieden werden, so das Ziel der MissionZeroV. Der jährliche CO2-Ausstoß und der verbleibende kaum vermeidbare Restausstoß soll durch Investitionen in Klimaschutzprojekte kompensiert werden. Neben dem Ersatz der Ölkessel durch erneuerbare Heizsysteme werden Neubauten von Landesgebäuden nur noch als Niedrigstenergiegebäude durchgeführt. Geeignete Dachflächen werden mit Solar- und/oder Photovoltaikanlagen ausgestattet und bei der Anschaffung von Dienst-PKW werden nach Möglichkeit elektrisch betriebene Fahrzeuge angeschafft. Der Umsetzungsfortschritt der MissonZeroV wird jährlich in einem Monitoringbericht veröffentlicht.

Jedes dritte Verwaltungsauto ist ein E-Auto

Die konsequenten Schritte hin zu einer klimaneutralen Verwaltung sind ein wichtiger Beitrag zur Verwirklichung der „Energieautonomie+ 2030“, so Wallner, Rauch und Tittler einhellig. Die Fortschritte auf diesem Weg sind bereits klar nachweisbar. Mobilitäts- und Klimaschutzlandesrat Rauch hob hervor, dass bereits jedes dritte Verwaltungsfahrzeug ein E-Auto ist. Seit Beginn der MissionZeroV vor drei Jahren wurde der CO2-Ausstoß um zwölf Prozent auf 3.459 Tonnen gesenkt. Und Hochbaulandesrat Tittler wies darauf hin, dass der Anteil erneuerbarer Energieträger zur Beheizung und Kühlung des Gebäudebestands des Landes Vorarlberg schon bei 67 Prozent liegt und weiter stetig steigt.

Energie- und Klimaschutzmaßnahmen

Mit der MissionZeroV+ will das Land Vorarlberg ambitionierte Energie- und Klimaschutzmaßnahmen im eigenen Wirkungsbereich umsetzen und damit noch konsequenter die Vorbildwirkung der öffentlichen Hand in den Fokus rücken, betonten Wallner, Rauch und Tittler. Umso erfreulicher sei es, dass nun auch die landeseigenen Unternehmen aufgenommen werden können. Dadurch ist etwa mit der Krankenhausbetriebsgesellschaft einer der größten Arbeitgeber Vorarlbergs dabei, ebenso u.a. die 100-prozentigen Landesgesellschaften der FH Vorarlberg, des Olympiazentrums, der Kulturhäuser, der Landesbank-Holding und des Verkehrsverbundes sowie Illwerke Aktiengesellschaft, Vorarlberg Tourismus, VOGEWOSI, Bifo und inatura.

Spätestens bis Ende 2022 haben die Unternehmen jeweils einen Bericht über die geplante Umsetzung vorzulegen. Der Fortschritt wird analog der MissionZeroV jährlich dokumentiert. Dem Landtag wird alle drei Jahre Bericht erstattet.

e5-Programm: Über 50 Gemeinden

Darüber hinaus sind auch mehrere e5-Gemeinden auf dem Weg, ein Teil der MissionZeroV zu werden und sich klimaneutral zu organisieren. Landesrat Rauch unterstrich das kommunale Engagement: „Über 50 Gemeinden haben sich schon dem e5-Programm angeschlossen, unzählige Maßnahmen werden auf lokaler Ebene umgesetzt. Das ist entscheidend, weil die nächsten zehn Jahre hinsichtlich der Erderwärmung entscheidend sind. Die Politikerinnen und Politiker, die jetzt in Regierungsverantwortung stehen, haben eine historische Verantwortung wahrzunehmen.“

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