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Auch Kleinwalsertal bald ohne Postfiliale

Riezlern/VN - Nach Mittelberg und Hirschegg soll auch die Post in Riezlern geschlossen werden.
Egger Postamt aufgegeben

Das Postamt in Egg ist seit wenigen Tagen zu, jetzt droht einer weiteren Filiale die Schließung: Das Kleinwalsertal könnte ab Mitte März ohne Post sein. Und das, nachdem Bürgermeister Andi Haid noch Ende November von Post-Vorstandsdirektor Herbert Götz zugesichert worden war, dass die Post in Riezlern dem Sparstift nicht zum Opfer fallen würde.

„Eine Schließung ist für 6991 Riezlern derzeit nicht beabsichtigt. Gerne bleiben wir mit Ihnen im Dialog“, konnte Haid in dem Schreiben lesen. Einen Monat später sieht es anders aus: Im Dezember wurde der Bürgermeister über die beabsichtigte Schließung der Postfiliale Riezlern informiert. Bürgermeister Haid ist empört, vor allem über die Vorgangsweise: „Das ist mir völlig unverständlich. Erst heißt es, die Post bleibt und im nächsten Monat wird formlos die Schließung mitgeteilt. So geht man doch nicht miteinander um.“ Auch die geografische Situation habe man in Wien überhaupt nicht berücksichtigt: „Wir sind eine Enklave und auf die Post angewiesen. Schließlich wurden die Kleinwalsertaler Postämter in Hirschegg und Mittelberg bereits geschlossen“, meint Haid verärgert.

Die drohende Schließung will er nun abwenden und die Regulierungsbehörde, die schlussendlich darüber entscheidet, von der Notwendigkeit überzeugen. „Wir sprechen hier immerhin von 5000 Einwohnern und 10.500 Gästebetten. Wir sind österreichweit eine der größten Tourismusgemeinden. Das rentiert sich“, ist für ihn klar.

„Frechheit“

Postgewerkschafter Franz Mähr wertet das Vorgehen als „Frechheit“, vor allem für die Mitarbeiter: „Das Kleinwalsertal ist eine Enklave. Sie können ja unmöglich woanders hingehen. Wenn die Post in Rankweil schließt, könnten die Mitarbeiter immerhin noch nach Feldkirch. In Riezlern ist das nicht möglich. Das Gleiche gilt für die Bevölkerung. Ein Postpartner bietet schließlich auch nur ein Minimum der Dienstleistungen an.“ Ob die Schließung nun durchgehe sei Aufgabe der Regulierungsbehörde, erklärt Post-Pressesprecher Martin Riedl: „Wenn die wirtschaftliche Nachhaltigkeit nicht mehr gegeben ist, können wir die Filiale zur Schließung anmelden.“ Voraussetzung sei, dass 90 Prozent der Bevölkerung innerhalb von zehn Kilometern eine Post oder einen Postpartner erreichen können. Das ist mit einem bestehenden Postpartner in Mittelberg der Fall. „Wir sind derzeit dabei, einen Postpartner zu finden. Es schaut gut aus“, ist Riedl zuversichtlich.

Weitere Schließungen bis 2012

Bis zum Jahr 2012 wird die Post ihr Filialnetz in ganz Österreich „umstrukturieren“, so der Terminus. Für Vorarlberg heißt das: 18 posteigene Filialen sollen übrig bleiben, zwölf Postämter werden noch geschlossen. Dort werden zumindest bis zum Jahr 2020, so sieht es der aktuelle Vertrag vor, Post- und Bankgeschäfte angeboten. Das Kleinwalsertal hat aufgrund der geografischen Lage auch Besonderheiten im Postsystem: So haben die drei Ortschaften des Tales seit knapp 60 Jahren sowohl österreichische als auch deutsche Postleitzahlen. Eigentlich hätte dies 2006 ein Ende haben sollen, nach anhaltenden Protesten blieb man aber bei der Regelung.

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