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Auch Frankreich schließt Restaurants und Geschäfte

Auch Frankreich schließt im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus alle Restaurants, Bars und Geschäfte.
Auch Frankreich schließt im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus alle Restaurants, Bars und Geschäfte. ©APA
Wie zuvor schon Österreich schränkt auch Frankreich wegen der Coronavirus-Pandemie den Einzelhandel und die Gastronomie massiv ein.
Europäische Staaten intensivieren Bemühungen

Restaurants, Bars, Cafés, Diskotheken und Kinos sollen schließen, wie Premierminister Edouard Philippe am Samstag in Paris verkündete. Auch die meisten Geschäfte werden dicht gemacht, Ausnahmen gibt es für Lebensmittelshops, Apotheken, Banken, Tankstellen und Kioske.

Philippe sagte, die Anordnung gelte ab Mitternacht für alle Einrichtungen mit Publikumsverkehr, der für das Leben im Land nicht notwendig sei. Er rief die Franzosen zu "mehr Disziplin" angesichts der rasanten Ausbreitung des neuartigen Corona-Virus auf. Die bisherigen Maßnahmen seien offensichtlich nicht ausreichend gewesen.

"Räumliche Distanz der beste Weg"

"Der beste Weg, die Ausbreitung der Epidemie zu stoppen, ist die räumliche Distanz", sagte Philippe. Nach der Rede von Frankreichs Präsident Emmanuel Macron am Donnerstagabend seien in Frankreich immer noch zu viele Menschen in Restaurants oder Cafés gegangen, monierte er. Macron hatte sich mit einer Rede an die Französinnen und Franzosen gewandt und erklärt, dass ab Montag alle Bildungseinrichtungen schließen werden.

Der öffentliche Nahverkehr in den Städten bleibt bestehen. Allerdings ruft die Regierung alle Franzosen auf, möglichst wenig Fahrten zu unternehmen und vor allem innerstädtische Bewegungen zu vermeiden.

Kommunalwahlen finden statt

Die erste Runde der Kommunalwahlen am Sonntag soll aber stattfinden, allerdings soll dem Regierungschef zufolge Abstand gehalten und älteren Menschen soll Vorrang eingeräumt werden. Landesweit sind fast 48 Millionen Wähler aufgerufen, neue Stadt- und Gemeinderäte zu bestimmen. Die Wahlen gelten als wichtiger Stimmungstest auf dem Weg zu den französischen Präsidentschaftswahlen 2022. Beobachter rechnen mit einer Quittung für den umstrittenen Reformkurs des französischen Präsidenten Emmanuel Macron. Grüne und Rechtspopulisten könnten dagegen Gewinne einfahren.

4500 Infektionen

Frankreich ist neben Italien, Spanien und Deutschland eines der am stärksten von der Corona-Krise betroffenen Ländern der Welt. Zuletzt wurden am Samstag 4500 Infektionen gezählt, über 830 mehr als am Vortag. Mehr als 300 der Fälle wurden von den Gesundheitsbehörden als schwer eingestuft. Die Zahl der Toten stieg von Freitag auf Samstag um 12 auf 91.

Nun gelte in Frankreich "Phase 3" erklärte Jérôme Salomon, der nationale Gesundheitsdirektor. Dies ist die höchste Stufe im Kampf gegen Epidemien. Demnach ist das Virus nun im gesamten Land verbreitet. Zuvor hatte die zweite Stufe gegolten, Frankreich hatte unter anderem alle Veranstaltungen mit mehr als 100 Menschen untersagt.

Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus im Special

(APA)

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