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Auch eine Frage des Herzens

Feldkirch -  Krise hin oder her, die Tröstungen, der Ausgleich und die geistige Bereicherung, die die Musik zu bieten hat, scheinen immer gefragt zu sein. Jedenfalls ist in letzter Zeit ausgerechnet in der deutschen Bankenstadt Frankfurt am Main die Zahl der Konzertbesucher und -Abonnenten gestiegen. Zu jenen, die sich darüber besonders freuen, zählt der Vorarlberger Jürgen Ellensohn.

Als junges Mitglied der Gemeindemusik Götzis, bei der der Vater Obmann war, hat er seine Leidenschaft entdeckt. Gefördert und perfektioniert wurde das Musizieren dann am Landeskonservatorium in Feldkirch und an der Hochschule Mozarteum in Salzburg. Professor Lothar Hilbrand habe „das Haus errichtet und Professor Johann Gansch dann das Dach da­raufgesetzt“, reflektiert er die Ausbildungszeit, die er mit Auszeichnung abschloss. Ein stabiles Haus muss es sein, denn nach wenigen Jahren als Solotrompeter beim Berner Symphonieorchester bewarb er sich beim Symphonieorchester des Hessischen Rundfunks und blieb im strengen Ausscheideverfahren sozusagen als Sieger „übrig“.

Konzertreisen

Mit dem Orchester absolviert er beinahe regelmäßig Konzertreisen nach Japan, er ist in China aufgetreten (wo das Publikum noch etwas weniger mit der klassischen Musik vertraut ist), in Korea, bewältigt aber vor allem auch das enorme Konzert- und CD-Projekt-Programm des Orchesters in Frankfurt. Stammplatz des Klangkörpers ist die Alte Oper im Zentrum, die Familienzeit mit der Ehefrau und zwei kleinen Mädchen wird im lauschigen Sachsenhausen südlich des Mains verbracht. Mit dem Museumsufer, dem Schauspiel, dem Musiktheater und dem dichtem Musikprogramm haben die Frankfurter, so Ellensohn, ein durchaus schönes Angebot. Die Stadt als Bankenplatz zu bezeichnen, sei jedoch nicht einfach nur ein Klischee. In den nächsten Jahren wird er jedenfalls noch in Frankfurt bleiben, dann stellt sich die Frage, wo die Kinder, über deren Anwesenheit in der Heimat sich nun vor allem die Großeltern sehr freuen, in die Schule gehen sollen.

Bruckner war es

Und es stellt sich auch die Frage, warum sich Jürgen Ellensohn überhaupt für dieses bewegte Musikerleben entschieden hat. Klar, die Trompete hat es ihm nach ersten Schritten mit der Blasmusik angetan, als er dann einmal mit einem jungen Orchester Bruckners 6. Sinfonie spielte, war es um ihn geschehen. „Das ist schon etwas Spezielles“ gesteht er, und er gibt auch zu, dass sein Herz vor allem bei Mahler höher- schlägt. Beim Symphonischen Blasorchester Vorarlberg wirkte er nur kurz mit. Im Rahmen des Feldkirch-Festivals tritt er nun mit den Vorarlberger Kollegen unter Thomas Ludescher als Solist auf. Ein Werk von Alexander Aruntjunjan wird er interpretieren. „Das ist ein perfektes Stück für mich als Trompeter. Der Komponist hat darin Aspekte der russsischen Volksmusik verarbeitet, das geht direkt ins Herz.“ Einem weiteren russischen Komponisten ist auch sein Auftritt im Rahmen der diesjährigen Bregenzer Festspiele gewidmet. Zum Schwerpunkt mit der Oper „Die Passagierin“ zählen auch Orchesterwerke von Mieczyslaw Weinberg. Mit dem Symphonieorchester Vorarlberg unter Gerard Korsten spielt Jürgen Ellensohn sein Trompetenkonzert in B-Dur. „Das wird sicher etwas sehr Spezielles.“

Zur Person
Geboren: 1977 in Hohenems
Ausbildung: Landeskonservatorium Feldkirch, Universität Mozarteum Salzburg, Abschluss mit Auszeichnung
Laufbahn: u.a. Solotrompeter im Berner Symphonieorchester, beim Radio-Symphonieorchester in Frankfurt/Main, solistisch, in Ensembles und beim SBV tätig
Wohnort: Frankfurt

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