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AUA setzt Al Jaber Nachfrist

Al Jaber hat noch bis 21 Mai Zeit
Al Jaber hat noch bis 21 Mai Zeit ©APA (Archiv/Schneider)
Die AUA hat dem potenziellen neuen Investor Al Jaber noch einmal eine Nachfrist für einen Einstieg gewährt. Bis zur ursprünglichen Frist am 12. Mai habe er keine erforderliche Bankgarantie übergeben.

Nun hat der saudische Investor bis 21. Mai Zeit, dies nachzuholen. Al Jaber sollte nach bisherigem Stand 150 Mio. Euro in die AUA investieren. Am Montag hatte es geheißen, der Deal sei geplatzt.

Die AUA erklärte am Dienstag, der Investor habe “in mehreren Schreiben unter anderem arglistige Irreführung behauptet”. Eine gerichtliche Anfechtung, “die erforderlich wäre”, sei jedoch nicht erfolgt, betonte die AUA, die die Vorwürfe gleichzeitig “auf das Schärfste zurückwies”. Man gehe deshalb “von gültigen Verträgen aus”.

Laut dem Investor Mohammed Al Jaber hat es seit Mittwoch keine Verhandlungen mehr mit der Staatsholding ÖIAG gegeben. Er sei vor zehn Tagen aus dem AUA-Einstieg ausgestiegen und nicht wieder eingestiegen, erklärte eine PR-Agentur, die für Al Jaber arbeitet, laut “Ö1 Morgenjournal”. Vertraute Al Jabers betonten laut “Standard” (Montagausgabe), die Verträge hätten keine Rechtsgültigkeit mehr, daher gebe es auch keine Bankgarantie.

Al Jaber fühle sich “in die Irre geführt”, weil er über die Verluste der Fluglinie im ersten Quartal nicht rechtzeitig informiert worden sei. Dass es nach dem Verfall der AUA-Aktie zu Finanzierungsproblemen gekommen sei, wies das Umfeld des Investors unter Verweis auf entsprechende Bankauskünfte über die Bonität und die finanziellen Möglichkeiten des Scheichs zurück.

Aus Regierungskreisen hieß es laut “Standard”, man wolle heute, Dienstag, noch einmal verhandeln. Eine ÖIAG-Sprecherin hatte Montagabend erklärt, Al Jaber habe nach Vertragsabschluss unerfüllbare Bedingungen gestellt. Daher könne die ÖIAG die Gespräche nicht fortsetzen.

Konkret soll Al Jaber laut informierten Kreisen zusätzlich zum vertraglich vereinbarten 150 Mio. Euro schweren Anteilspaket zum Preis von 7,10 Euro je AUA-Aktie für bis zu 50 Mio. Euro weitere Anteile zum Kurs von 4,20 Euro verlangt haben, nachdem die AUA-Aktie zuletzt am Freitag mit 4,18 Euro aus dem Handel gegangen war. Statt auf 20 Prozent käme Al Jaber mit dem Zusatzpaket auf 29 Prozent an der Airline.

Al Jaber würde damit über die Sperrminorität von 25 Prozent hinauskommen, was eine Blockade bei Verhandlungen mit künftigen strategischen Partnern aus der Airline-Branche darstelle, hieß es im “Kurier”. Außerdem mutmaßen Beobachter dort, Al Jaber wolle damit den Durchschnittskurs seines Gesamtpaketes heruntermischen, um die Fremdfinanzierung des Deals zu erleichtern. Der Investor habe offenbar den Einstieg mit AUA-Aktien besichern wollen. Da diese aber derzeit an der Börse weniger wert sind, verteuerte bzw. erschwerte dies die Finanzierung.

Die ÖIAG bräuchte jedoch einen weiteren Privatisierungsauftrag der Regierung, um zusätzliche Aktien zu verkaufen, hieß es unter Berufung auf Aufsichtsratskreise. Außerdem sei eine Aufstockung des Al-Jaber-Anteils um diesen Preis für die ÖIAG unwirtschaftlich. Die Staatsholding habe die AUA-Aktien zu einem deutlich höheren Kurs in den Büchern stehen. Und schließlich würden ÖIAG und AUA-Vorstand unabhängig vom Einstieg des Scheichs jetzt auf Grund der verschlechterten Marktbedingungen in der Luftfahrt auf die Suche nach einem strategischen Airline-Partner gehen.

Kommt es zu keiner Einigung, müssen nun womöglich die Gerichte klären, ob Al Jabers Ausstieg vom Einstieg rechtmäßig ist oder ob die AUA Anspruch auf Schadenersatz hat.

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