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AUA-Bieter müssen sich deklarieren

Der eingeleitete Verkauf der Bundesanteile der Austrian Airlines (AUA) geht heute Freitag in die entscheidende Phase.

Nur noch am Freitag, können Interessenten ihre unverbindlichen Angebote für den ÖIAG-Anteil der AUA einreichen. Die staatliche Beteiligungsholding hält 42,75 Prozent an der Airline, die zuletzt wieder deutlich in die Verlustzone gerutscht ist. Aus den eingegangenen Angeboten wollen ÖIAG und Berater Merrill Lynch eine Short List erstellen, der Käufer soll bis Ende Oktober feststehen.

In die anhaltenden Spekulationen über Zahl und Identität der tatsächlichen Bieter kam auch am Donnerstag keine neue Klarheit. Tatsache ist lediglich, dass die Turkish Airlines sich nicht unter den Bietern befinden wird. Die erste schriftliche Interessensbekundung im August sei nicht rechtzeitig erfolgt, damit könne die Airline nicht mehr am Bieterprozess teilnehmen, hieß es.

Deutlich auf sich und ihr Interesse an der AUA aufmerksam gemacht hat am Donnerstag die russische Airline S7: Sie schaltete ganzseitige Farbinserate in mehreren großen österreichischen Tageszeitungen, in denen die Gesellschaft als “die modernste und effizienteste russische Luftlinie” beworben wird.

Ob durch die Image-Kampagne ihre Chancen steigen, ist fraglich. Experten weisen darauf hin, dass eine mehrheitliche Übernahme der AUA durch einen Partner außerhalb der EU zu Problemen bei den Verkehrsrechten bzw. der Betriebsgenehmigung führen könnte. “Es ist sicher einfacher mit EU-Mitgliedern”, hieß es dazu etwa aus der ÖIAG. Eine Lösung für diese Fragen müsste Teil des detaillierten Konzepts sein, das die Bewerber bis Freitag vorlegen müssen.

Beobachter stellten am Donnerstag einen möglichen Zusammenhang mit dem Interesse der russischen S7 an der AUA und dem Gebot der ukrainischen Slav AG Bank im Bieterrennen um die Bank Burgenland her. Damals hatte das unterlegene Konsortium wegen Diskriminierung geklagt, der Käufer Grazer Wechselseitige (GraWe) wurde wegen unerlaubter Beihilfe zu einer Nachzahlung von 54,7 Mio. Euro verurteilt.

Nach Aussagen des AUA-Managements gibt es viele Bieter für die AUA, darunter auch “vor allem die Richtigen”, wie AUA-Chef Alfred Ötsch gestern verdeutlichte. “Die Großen und Starken sind dabei”. Darunter sind die deutsche Lufthansa und die Air France/KLM, dem Vernehmen nach soll sich auch die British Airways um die AUA bemühen.

Entgegen anderen Meldungen befänden sich zur Zeit noch “deutlich mehr als zehn” Bieter im Rennen, sagte AUA-Bodenbetriebsratsschef Alfred Junghans. Er zeigte sich zuversichtlich, dass sich bei den anstehenden Kollektivvertragsverhandlungen zwischen Belegschaft und Management noch vor dem – für die nächste Runde vereinbarten – 16. Oktober “etwas tun werde”. Denn die Inflationsabgeltung habe mit der Partnerwahl “nichts zu tun”. Von einem Ultimatum oder gar einer möglichen Eskalation wollte Junghans dezidiert nicht sprechen.

Am späteren Nachmittag notierte die AUA-Aktie an der Wiener Börse bei 6,20 Euro und damit 4,9 Prozent unter dem Vortagesschluss. Damit liegt der Börsewert für das 42,75-Prozent-Paket der ÖIAG bei 227 Mio. Euro.

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