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Atomreaktoren in Belgien nach Zwangspause wieder hochgefahren

Die Risse in der Schutzhülle sind laut der Atomaufsicht nicht gefährlich.
Die Risse in der Schutzhülle sind laut der Atomaufsicht nicht gefährlich. ©EPA
In Belgien werden zwei Atomreaktoren wieder hochgefahren, die seit dem vergangenen Jahr wegen Rissen in der Schutzhülle eine Zwangspause einlegen mussten.

Reaktor Nummer drei am Standort Doel nahe Antwerpen werde schon seit Montagabend wieder hochgefahren, sagte die Sprecherin der Betreibergesellschaft Electrabel, Anne-Sophie Huge, am Dienstag in Brüssel.

Der Reaktor habe noch nicht die volle Leistung erreicht, produziere aber Strom und sei am Netz. Der Reaktor Nummer zwei am Standort Tihange bei Lüttich wiederum solle am Mittwoch wieder angefahren werden, sagte die Sprecherin.

Risse in der Stahlhülle

Reaktor Doel drei war seit Juni 2012 und Tihange zwei seit August 2012 vom Netz. An beiden wurden kleinste Risse in der Stahlhülle der Schutzbehälter festgestellt, was ausführliche Untersuchungen nötig machte. Dabei stellte sich heraus, dass die Risse wahrscheinlich seit der Konstruktion in den 1970er-Jahren vorhanden waren.

Atomausstieg bis 2025

Die Entdeckung hatte über die Landesgrenzen hinaus für Verunsicherung gesorgt, weil der Hersteller, die inzwischen verschwundene niederländischen Firma RDM, auch in anderen Ländern aktiv gewesen war. Die belgische Atomaufsicht befand aber nun, dass von den Rissen keine Gefahr ausgehe.

 Belgien betreibt in Doel und Tihange noch insgesamt sieben Reaktoren, hat aber einen Atomausstieg bis 2025 beschlossen. (APA)

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