Atomkonflikt auf G-8-Gipfel besprechen

Der Iran will an dem bevorstehenden G-8 -Gipfel teilnehmen, um zu einer Entscheidung im Konflikt über sein Atomprogramm zu kommen. Das erklärte der iranische Außenminister Mottaki.

„Wenn wir nicht auf dem G-8-Gipfel präsent sind, dann kann keine vernünftige und einmütige Entscheidung getroffen werden“. Der Gipfel findet vom 15. bis 17. Juli in St. Petersburg statt.

Der deutsche Außenminister Steinmeier appellierte erneut an die Führung in Teheran, das Verhandlungsangebot der fünf Veto-Mächte im UN-Sicherheitsrat und Deutschlands nicht auszuschlagen. „Es liegt jetzt am Iran, sich zu entscheiden“ zwischen „Rückkehr zum Verhandlungstisch“ oder einer „zunehmenden, selbst verschuldeten internationalen Isolation“, sagte Steinmeier dem Nachrichtenmagazin „Focus“.

Voraussetzung des „sehr umfassenden Angebots“ zur zivilen Nutzung der Kernenergie und „breit gefächerter Zusammenarbeit“ bleibe allerdings, dass der Iran die Arbeiten zur Anreicherung atomwaffenfähigen Urans aussetzt. „Ich kann nur hoffen, dass die Stimmen der Vernunft in Teheran die Oberhand gewinnen“, beschwor Steinmeier die hinhaltend agierende iranische Führung. Mottaki erklärte, der Iran werde Mitte August nach gründlicher Klärung auf das Angebot antworten.

Der Chefinspektor für das iranische Atomprogramm, Chris Charlier, darf laut der „Welt am Sonntag“ seit April nicht mehr in den Iran reisen. Ein Sprecher der Internationalen Atomenergieorganisation bestätigte, dass Teheran die Ablösung des Chefinspektors gefordert hatte. Nach Angaben der „Welt am Sonntag“ geht Charlier davon aus, dass der Iran ein geheimes Atomprogramm betreibt.

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