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Atomgespräche: Khamenei droht mit Abbruch

Der oberste iranische Führer Ayatollah Ali Khamenei hat mit einer Beendigung der Verhandlungen zwischen seinem Land und der EU über die Einstellung des umstrittenen Atomprogramms Teherans gedroht.

Sollten die Vertreter Deutschlands, Frankreichs und Großbritanniens bei den Gesprächen in Wien weiterhin jede Logik vermissen lassen, „könnten wir sogar einen Abbruch der Gespräche erwägen“, sagte Khamenei nach Angaben des staatlichen Fernsehens in Teheran. „Wir haben bewiesen, dass wir nachgeben, wenn man uns mit logischen Argumenten begegnet, aber uns heftig zur Wehr setzen, wenn man uns mit verbaler Gewalt und Drohungen kommt“, sagte er.

Die erneuten Verhandlungen zwischen Experten aus Berlin, Paris und London sowie EU-Vertretern aus Brüssel mit der iranischen Seite in Wien erbrachten indes keine greifbaren Resultate. Das sagte der Sprecher der iranischen Delegation in Wien, Hussein Moussavian, dem staatlichen Fernsehen. Die EU hatte Teheran vor einer Woche in Wien unter anderem moderne Nukleartechnologie, darunter einen Leichtwasser-Forschungsreaktor, und intensivere Handelsbeziehungen in Aussicht gestellt, falls es auf die Urananreicherung verzichte. Angereichertes Uran kann zur Energiegewinnung, aber auch zum Bau von Atomwaffen benutzt werden.

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