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Asylbewerber zündete sich vor Lager in Nauru an

Ein 23-jähriger Asylbewerber hat sich vor einem australischen Flüchtlingslager im Inselstaat Nauru selbst in Brand gesetzt. Der Iraner befinde sich in einem sehr ernsten Zustand und werde zur Behandlung ausgeflogen, sagte Australiens Migrationsminister Peter Dutton am Mittwoch in Melbourne.


In einem Video ist zu sehen, wie der 23-Jährige kurz vor der Verzweiflungstat ruft: “Ihr habt uns das Leben zur Hölle gemacht, habt uns drei Jahre lang behandelt wie Tiere, das habt ihr jetzt davon.” Zum Zeitpunkt des Vorfalls war eine Delegation des UNO-Flüchtlingshochkommissariats UNHCR in Nauru, um das Lager zu besuchen.

Flüchtlinge, die versuchen, aus Indonesien oder Sri Lanka per Boot nach Australien zu gelangen, werden in die Lager in Nauru oder Papua-Neuguinea gebracht. Einen Tag zuvor hatte das Oberste Gericht von Papua-Neuguinea ein australisches Flüchtlingslager dort für illegal erklärt. Das Flüchtlingslager soll nach dem Gerichtsurteil geschlossen werden.

Der Regierungschef Papua-Neuguineas, Peter O’Neill, kündigte an, Australiens Regierung umgehend aufzufordern, alternative Regelungen für die in dem Lager auf der Insel Manus festgehaltenen Asylbewerber zu treffen. Das Oberste Gericht des Pazifikstaates hatte entschieden, die Internierung der Flüchtlinge verstoße gegen das verfassungsmäßig garantierte Recht auf persönliche Freiheit.

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