Astreine Montafoner Wertarbeit

Vandans - Ein Handwerksbetrieb mit langer Tradition ist das Hobel- und Sägewerk Gebr. Dietrich in Vandans – weit über das Montafon hinaus vor allem bekannt als Krauthobel-Dietrich.

Solide und verlässliche Qualität in Holz: Seit 117 Jahren werden in dem kleinen Betrieb Sauerkrauthobel und Gemüseschneider hergestellt.

In vierter Generation

„Inzwischen sind wir die Letzten unserer Zunft in Österreich“, sagt Gerhard Dietrich, der den Familienbetrieb in vierter Generation führt. Die echten Montafoner Krauthobel aus Buchen- und Fichtenholz gefertigt, sind inzwischen gleichsam Spezialität und Rarität zugleich. „Um die 4000 Krauthobel stellen wir im Jahr her“, erzählt der 47-jährige Montafoner. In den 1960er-Jahren, als Gerhard Dietrich seinem Vater im Winter in der Werkstatt mit all den Spezialmaschinen bei der Krauthobelproduktion oft über die Schulter schaute, waren es noch um die 15.000 Stück, die in allen Größen gefertigt wurden. In allen Größen, genau sind es acht Typen, gibts die Dietrich-Krauthobel auch heute noch, vom kleinen handlichen Zweischneidenschäler bis hin zum ein Meter langen Hobel, der mit sechs scharfen stählernen Schneidemessern im Wellenschliff versehen ist.

Winterarbeit

Die Krauthobelproduktion ist vor allem eine Winterarbeit, wenn im Sägewerk weniger zu tun ist. „Dann geht es aber in der Werkstatt voll zur Sache“, bekräftigt Gerhard Dietrich, der vier Mitarbeiter beschäftigt. „Mehr als 60 Arbeitsgänge sind erforderlich, ehe ein Krauthobel fertiggestellt ist. Das fängt bei der Bearbeitung des Rohstahls für die Messerschneiden an, geht über das Zuschneiden des Holzes für die einzelnen Hobelgrößen weiter und endet schließlich beim Zusammenbau.“ Qualität in der Herstellung hat bei Krauthobel-Dietrich Tradition. Darauf legt auch Gerhard Dietrich weiterhin größten Wert. „Unsere astreine Wertarbeit ist aber fast schon wieder ein Nachteil“, schmunzelt er. Ist es doch so, dass die Krauthobel aus seiner Produktion eine fürwahr sehr lange Nutzungsdauer haben. Das liegt wohl auch daran, dass im Betrieb nur ausgewähltes Hochgebirgsholz verwendet wird. „Das hat feine und enge Jahresringe und ist dadurch von hoher Haltbarkeit“, erklärt der Holzfachmann.

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