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Asfinag legt sich fest

Auf dem Areal des ehemaligen Autobahnzollamts soll eine Raststätte mit Tankstelle entstehen.
Auf dem Areal des ehemaligen Autobahnzollamts soll eine Raststätte mit Tankstelle entstehen. ©Andreas Boschi

Nachnutzungspläne für das ehemalige Autobahnzollamt werden konkreter.

Hörbranz (AB) Der Asfinag ist es scheinbar ernst mit der Nachnutzung des Autobahnzollamts. Am Rande der Feierlichkeiten anlässlich des Durchschlags der zweiten Pfändertunnel-Röhre bekräftigte Vorstandsdirektor Dr. Klaus Schierhackl öffentlich eine vor wenigen Monaten gegenüber der Gemeinde abgegebene Absichtserklärung. Konkret wird darin die Errichtung einer Raststätte mit Tankstelle auf dem weitgehend brach liegenden Areal angedacht. Auf Anfrage bestätigte Bürgermeister Karl Hehle, mit der Asfinag Gespräche in dieser Sache geführt zu haben: „Die Asfinag kam vor kurzem auf die Gemeinde zu und erklärte definitiv ihre Absicht, eine Raststätte mit Tankstelle zu bauen. Der Gemeinde obliegt nun die entsprechende Flächenwidmung. Die Asfinag wird deshalb einen Entwurf mit den benötigten Flächen erstellen, woraufhin die Gemeindevertretung erst einmal einen Grundsatzbeschluss fassen wird. Im Anschluss kann die Ausschreibung erfolgen. Die Asfinag möchte bereits Mitte Dezember damit starten, das halte ich jedoch für sehr ambitioniert.“ Abseits des rechtlichen Prozedere äußerte Hehle vorsichtigen Optimismus. „Ich freue mich über das klare Bekenntnis. Das ist die beste Voraussetzung, dass es dieses Mal funktioniert“, spielt er auf die jahrelangen Querelen rund um das Autobahnzollamt an.

Opposition will mehr

Den Oppositionsparteien FPÖ und SPÖ gehen die Pläne der Asfinag nicht weit genug. Die beiden Gemeinderäte Josef Siebmacher (FPÖ) und Lukas Fink (SPÖ) äußerten zwar unisono Zustimmung zu einer Raststätte mit Tankstelle. Sie wünschen sich jedoch zusätzlich einen Lkw-Kontrollplatz, um gefährliche Schrott-Lkws noch vor dem Pfändertunnel aus dem Verkehr zu ziehen. Zudem führen beide eine mögliche Kostenersparnis ins Treffen. Als Standort favorisiere die Asfinag nämlich die „grüne Wiese“ in Lauterach und Wolfurt, meint Siebmacher. „Warum sollten wir dort zigtausende Quadratmeter zuteeren, wenn wir hier schon eine Infrastruktur haben“, fragt sich Lukas Fink, „mit ein bisschen planerischem Willen lässt sich am Autobahnzollamt beides verwirklichen.“ „Daraus wird aller Voraussicht nach nichts werden“, winkt Hehle ab. Unter anderem müssten die Kontrollen aus rechtlichen Gründen einen Kilometer vorher angekündigt werden. Dazwischen liegen jedoch mehrere Autobahnausfahrten. Als Konsequenz befürchtet Hehle deshalb, dass viele Lkws in Lindau bzw. Bregenz oder Hörbranz abfahren und die Straßen verstopfen. Vor allem jene, die einen guten Grund hätten, sich vor einer Kontrolle zu drücken. Womit der Zweck der Kontrolle ad absurdum geführt werde.

Andreas Boschi

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