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Armeehubschrauber im Südlibanon beschossen

Im Südlibanon ist nach Angaben aus Sicherheitskreisen ein Hubschrauber der libanesischen Armee beschossen worden. Dabei sei ein Offizier getötet worden, meldete der arabische TV-Nachrichtensender Al-Jazeera am Donnerstag.

Der Zwischenfall ereignete sich in der Nähe der Ortschaft Tilal al-Soujoud. Israel, das sich im Jahr 2000 aus dem Südlibanon zurückgezogen hatte, wirft der schiitischen Hisbollah vor, ihre militärische Präsenz in dem Gebiet wieder deutlich auszubauen. Dies würde den Waffenruhebestimmungen von 2006 widersprechen, deren Einhaltung von der UNO-Friedenstruppe UNIFIL kontrolliert wird.

Die Hisbollah hatte die 34-tägige israelische Libanon-Offensive im Sommer 2006 mit der Gefangennahme von zwei israelischen Soldaten provoziert und 4000 Raketen auf Nordisrael abgefeuert. Aus dem Konflikt mit mehr als 1200 libanesischen und 160 israelischen Toten ging sie politisch gestärkt hervor. Der israelische Regierungschef Ehud Olmert hatte dem Libanon kürzlich für den Fall einer neuerlichen Hisbollah-Provokation mit dem “Einsatz aller Mittel” gedroht, Umweltminister Gideon Ezra hatte erklärt, Israel werde “den ganzen libanesischen Staat zur Zielscheibe” nehmen. Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah hatte daraufhin am Sonntagabend in einer Rede mit der “Zerstörung” Israels gedroht, sollte es den Libanon angreifen.

In den Augen der israelischen Führung ist es die Hisbollah, die in der seit Juli in Beirut amtierenden “Regierung der nationalen Einheit” den Ton angibt und die Fäden zieht. Aus israelischen Regierungskreisen war verlautet, die libanesische Regierung habe “auf der ganzen Linie” vor der Hisbollah “kapituliert” und deren Forderungen vollständig erfüllt. Nach Informationen der israelischen Geheimdienste soll die libanesische Armee ihre Kontrollen der Waffenlieferungen an die Hisbollah von Syrien aus “völlig eingestellt” haben.

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