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Ärger war schnell verflogen

Einen Tag, nachdem sie wütend über Platz 16 im Super G aus dem Hauser Zielraum gestapft war, blickte Renate Götschl schon wieder freundlicher in die Welt. Den Kampf um die große Kristallkugel gibt sie nicht auf.

„Ich war zunächst ja nur sauer, weil ich mir zunächst den großen Rückstand nicht erklären konnte”, entschuldigte sich die Speed-Queen am Montag. Natürlich habe Anja Pärson jetzt die klar besseren Karten im Weltcup. Von Aufgeben könne aber keine Rede sein, versicherte Götschl. Deshalb wird Götschl am Wochenende in Zwiesel (Arber) nicht nur den Riesentorlauf sondern auch den Slalom bestreiten. Vermutlich auch die restlichen Slaloms, „weil jetzt eh kaum noch Speed-Rennen sind und viel Zeit zum Erholen und Materialabstimmen”, sagte die Steirerin, die nächste Woche ja überhaupt „frei” hat, weil nach der Absage von Santa Caterina keine Weltcuprennen auf dem Programm stehen. Sie liegt zwar in der Gesamtwertung 28 Zähler vor Pärson, von den restlichen zehn Rennen sind aber sieben technische Bewerbe.

Misslungene Abstimmung sei auch der Grund für den großen Rückstand im Haus-Super-G gewesen. „Wahrscheinlich bin ich deshalb aber auch nicht das beste Rennen gefahren”, vermutet Götschl. „Normalerweise bin ich zwar trotzdem in den Top-Ten, aber solche Tage, wo alles daneben geht, gibt es halt. Es war halt nur ein wirklich ungünstiger Zeitpunkt. Andererseits kann man aus solchen Situationen viel lernen.”

Dass sie nun trotzdem alle restlichen Slaloms fahren will, unterstreicht, dass Götschl den Kampf um die große Kristallkugel nicht so einfach aufgibt. Wie Pärson in den schnellen Disziplinen, will Götschl nun ihrerseits in den technischen Bewerben Punkte hamstern.

„Mein Saisonziel war ja eine Kugel in einer schnellen Disziplin, da schaut es ja ganz gut aus”, bezog sie sich auf den Abfahrtsweltcup. Den hat sie bei 63 Punkten Vorsprung auf Hilde Gerg und nur noch einer ausstehenden Abfahrt fast schon in der Tasche. Alles andere sei ohnehin angenehme Zugabe. Götschl: „Ich habe nach der Operation im Frühjahr ja praktisch wieder bei Null angefangen. Deshalb ist es super, dass ich überhaupt um den Gesamt-Weltcup mitfahre.”

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