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Argentinien zittert sich ins Achtelfinale - Kroatien ohne Punktverlust weiter

Argentinien zittert sich weiter
Argentinien zittert sich weiter ©AP
Dank eines Treffers von Innenverteidiger Rojo fünf Minuten vor dem Ende gewinnt Argentinien gegen Nigeria mit 2:1 und steht damit im WM-Achtelfinale.
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In Gruppe D hatten vor den abschließenden Spielen mit Island, Nigeria und Argentinien noch drei Teams Chancen auf das Achtelfinale, Kroatien hatte sich bereits nach zwei Siegen vorzeitig für die nächste Runde qualifiziert. Besonders groß war der Druck auf Argentinien und Lionell Messi, die Südamerikaner mussten gegen Nigeria unbedingt gewinnen und gleichzeitig darauf hoffen, dass die Isländer gegen Kroatien Federn lassen.

Messi mit seinem ersten Turniertor

Die “Gauchos” waren von Beginn an das aktivere Team und dies wurde bereits nach einer knappen Viertelstunde belohnt. Banega spielte einen perfekten langen Ball genau in den Lauf von Messi, der Barca-Superstar verarbeitete das Spielgerät perfekt und versenkte die Kugel zur umjubelten Führung für seine Mannschaft. Die Argentinier bestimmten das Spielgeschehen auch in weiterer Folge. Keeper Armani, der mit 31 Jahren zu seinem Länderspieldebüt kam, wurde in der ersten Halbzeit  kein einziges Mal ernsthaft geprüft. Auf der anderen Seite verhinderte dann in der 34 Minute nach einem Messi-Freistoß nur der Pfosten das 2:0 für den Vizeweltmeister von 2014. Mit der knappen argentinischen Führung ging es dann auch in die Halbzeitpause.

Ausgleich aus Elfmeter

In der zweiten Hälfte waren vier Minuten absolviert, da ging der Nigerianer Balogun nach einem Zweikampf mit Mascherano im Strafraum zu Boden. Schiedsrichter Cakir entschied sofort auf Elfmeter, bei dieser Entscheidung blieb es trotz heftiger Prostete der Argentinier auch nach Rücksprache mit dem Video Assistenten. Den fälligen Strafstoß verwertete Moses überaus souverän, zu diesem Zeitpunkt standen die Afrikaner im Achtelfinale.

Es lief die 76. Spielminute, da gab es neuerlich Elfer-Alarm im Strafraum der Südamerikaner. Nach einem Konter ging der Ball zwar an die Hand des argentinischen Verteidigers Rojo, Cakir kontrollierte die Szene auf dem Bildschirm und entschied sich sofort keinen weiteren Strafstoß zu verhängen. So langsam aber sicher lief der “Albiceleste” die Zeit davon, es blieben nur noch etwas mehr als zehn Minuten, um das vorzeitige Aus bei diesem Turnier doch noch zu verhindern.

Rojo erlöst Argentinien

In der Schlussphase warfen die Südamerikaner natürlich alles nach vorne und der aufgerückte Innenverteidiger Rojo sollte schließlich für die Entscheidung sorgen. Pavon schlug eine Flanke von der rechten Seite in den Strafraum, wo der Abwehrspieler per Volley genau ins Eck traf und für überschwänglichen Jubel auf dem Rasen und den Tribünen sorgte. Der entscheidende Treffer für die Südamerikaner fiel aus dem ersten Torschuss in der zweiten Spielhälfte.

Es blieb am Ende beim knappen und hart erkämpften 2:1-Erfolg, die Argentinier verhindern damit nur hauchdünn ein Ausscheiden nach der Gruppenphase.

Kroatien schont neun Spieler

Im Parallelspiel der Gruppe D trafen die Isländer auf die bislang so starken Kroaten. Die Nordländer brauchten einen Sieg gegen den Tabellenführer und mussten gleichzeitig auf ein positives Ergebnis in St. Petersburg hoffen. Zu Beginn beruhigten die fix fürs Achtelfinale qualifizierten Kroaten das Spielgeschehen, mit Fortdauer der ersten Halbzeit wurden die Isländer aber immer aktiver und gefährlicher. Die größten Chance zur Führung fanden Augsburg-Legionär Finnbogason und Gunnarsson kurz vor der Pause vor, der Schuss des Erstgenannten allerdings knapp am kroatischen Gehäuse vorbei, Torhüter Kalinic bewahrte seine Mannschaft mit einer Glanztat gegen Gunnarsson vor einem Rückstand. Somit ging es mit einem torlosen Remis in die Kabinen.

Für die auf insgesamt neun Positionen veränderte kroatische Elf begann die zweite Halbzeit nach Wunsch, denn Badelj erzielte nach 53 Minuten die Führung. Nun waren die Isländer natürlich unter Zugzwang, eine gute Viertelstunde vor dem Ende erhielten die Nordländer dann auch einen Handelfmeter zugesprochen, den Sigurdsson zum 1:1 verwertete und damit noch einmal für Spannung im Kampf um das Achtelfinalticket sorgte.

Ivan Perisic sorgte dann aber kurz vor dem Ende mit seinem 2:1-Siegtreffer dafür, dass das isländische Fußballmärchen in diesem Sommer in Rußland keine Fortsetzung finden sollte. Die Nordländer belegen damit nur den vierten Rang in Gruppe D, die Kroaten stehen ohne Punkteverlust und mit nur einem einzigen Gegentreffer in der Runde der letzten 16 Teams.

 

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