Argentinien unter den letzten Vier

Higuain mit dem Goldtor
Higuain mit dem Goldtor ©EPA
Dank eines frühen Treffers von Higuain setzten sich die Argentinier knapp mit 1:0 gegen Belgien durch.
ARG - BEL 1:0

Wie in den beiden vorangegangenen Viertelfinalbegegnungen fiel auch in diesem Spiel ein früher Treffer. Nach einem munteren Beginn war es schließlich Higuain, der nach einem Ballverlust von Kompany von die Maria eher ungewollt angespielt wurde, abzog und vollendete (8.). Für Belgiens Keeper Curtois gab es in dieser Situation keine Abwehrmöglichkeit. Es entwickelte sich eine ausgeglichene Partie, Belgien versuchte Druck auf den Gegner auszuüben, es gelang den „Roten Teufeln“ aber nicht, sich eine wirkliche Torchance zu erspielen. In der Summe hatten allerdings die Argentinier die klareren Möglichkeiten.

Belgien nicht zwingend genug

Die „Gauchos“ mussten nach einer guten halben Stunde dann aber umstellen, der immens wichtige Di Maria verletzte sich bei einem Schuss ohne Fremdeinwirkung und konnte auch nach kurzer Behandlungszeit nicht mehr weiterspielen. Superstar Messi hätte aus einem Freistoß aus 17 Metern auf 2:0 erhöhen können, sein Versuch ging aber drüber. Vier Minuten vor der Pause fanden dann auch die Belgier ihre erste Topchance vor, Mirallas köpfte nach einer Vertonghen-Flanke aber am Tor vorbei. Dies war die letzte nennenswerte Aktion der ersten 45 Minuten, mit der knappen 1:0-Führung für Argentinien ging es dann in die Kabinen.

Auch nach Seitenwechsel bot sich ein ähnliches Bild, die Belgier bemüht aber meist ohne Mittel gegen die gut stehende Defensive der Argentinier. „Le Albiceleste“ fand durch den heute starken Higuain zehn Minuten nach Wiederbeginn eine gute Chance vor, der Stürmer vom SSC Neapel scheiterte aber an der Querlatte. Auf den nächsten belgischen Abschluss musste man länger warten, nach etwas mehr als einer Stunde tauchte Fellaini im gegnerischen Strafraum auf, sein Kopfball ging allerdings über das Gehäuse. In der Schlussphase versuchte es die Wilmots-Elf dann noch mit einer taktischen Umstellung. Daniel van Buyten wurde von seiner Innenverteidiger-Position in den Sturm beordert, wo er neben dem eingewechselten Lukaku vor allem aufgrund seiner Kopfballstärke für Unruhe und Gefahr sorgen sollte. Aber auch mit der Brechstange gelang der Ausgleich nicht mehr, Messi & Co. brachten den knappen Vorsprung über die Zeit. Die Südamerikaner bleiben nach diesem 1:0-Erfolg bei diesem Turnier so etwas wie die Meister der Effizienz.

Argentinien steht damit zum ersten Mal seit 1990 wieder einmal im Halbfinale einer Weltmeisterschaft, dort treffen die Südamerikaner entweder auf die Niederlande oder Costa Rica, die heute Abend im letzten Viertelfinale um das einzig verbliebene Halbfinal-Ticket kämpfen.

 

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