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"Arctic Sea"-Besatzung auf russisches Schiff gebracht

Die Besatzung des seit Ende Juli vermissten Frachters "Arctic Sea" ist nach offiziellen Angaben aus Moskau auf ein russisches Schiff gebracht worden. Das Ende des mysteriösen Verschwindens der "Arctic Sea" wurde am Montag vom russischen Verteidigungsministerium bekanntgegeben.
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Der Verbleib des Schiffes und seiner 15-köpfigen Besatzung war mehr als zwei Wochen unklar, was internationale Suchaktionen ausgelöst hatte.

Die russische Besatzung sei gesund und auf ein russisches Kriegsschiff gebracht worden, teilte Verteidigungsminister Anatoli Serdjukow am Dienstag in Moskau mit. Das Schiff sei um 1.00 Uhr Moskauer Zeit (23.00 Uhr MESZ) und 300 Seemeilen (550 Kilometer) vor dem Inselstaat Kap Verde gefunden worden. Die 15 russischen Seeleute würden derzeit von Ermittlern vernommen. Das russische Schiff “Ladny” der Schwarzmeerflotte habe die Männer an Bord genommen. Rund 20 Länder hatten in den vergangenen Tagen nach dem Schiff gesucht.

Die unter maltesischer Flagge fahrende “Arctic Sea” war mit 15 russischen Besatzungsmitgliedern an Bord auf dem Weg von Finnland nach Algerien, den letzten Kontakt gab es am 28. Juli im Ärmelkanal. Vier Tage zuvor war die Besatzung nach eigenen Angaben in der Ostsee überfallen worden. Warum das Schiff plötzlich verschwunden ist, war zunächst völlig unklar. Nach vorliegenden Informationen hat die “Arctic Sea” Holz der finnischen Firma Rets Timber im Wert von 1,3 Millionen Euro geladen.

Die finnische Polizei hatte am Samstag mitgeteilt, die Reederei habe eine Lösegeldforderung erhalten. Es handle sich um “einen größeren Geldbetrag”. Damit wäre es der erste Fall von Piraterie in europäischen Gewässern seit Jahren.

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