Arbeitslosigkeit: Stand vor der Krise für AMS-Chef Anfang 2023 erreichbar

Laut AMS-Chef Kopf muss sich die Lage im Tourismus und Gastronomie normalisieren, um das Arbeitslosen-Vorkrisenniveau zu erreichen
Laut AMS-Chef Kopf muss sich die Lage im Tourismus und Gastronomie normalisieren, um das Arbeitslosen-Vorkrisenniveau zu erreichen ©APA/HANS KLAUS TECHT
Eine langsame Rückkehr zum Vorkrisenniveau bei den Arbeitslosenzahlen erwartet AMS-Vorstand Johannes Kopf. "Das wird realistisch schon dauern", sagte Kopf am Montagabend in der ZiB2 des ORF.
Arbeitslosenzahl sinkt kontinuierlich

"Ich halte es für durchaus denkbar, dass wir dieses Ziel Anfang 2023 erreichen können." Um dies zu schaffen, müsste sich die Lage im Tourismus und der Gastronomie bessern und es im nächsten Jahr ein "nachhaltiges Wachstum" geben.

AMS-Chef Kopf: "Ich halte das Ziel für erreichbar"

Bei der heutigen und morgigen Regierungsklausur steht der sogenannte "Comebackplan" im Fokus. Die türkis-grüne Regierung will bis in einem Jahr 500.000 Menschen wieder in Beschäftigung bringen, die jetzt in Kurzarbeit oder arbeitslos sind. "Ich halte das Ziel für erreichbar", so der Chef des Arbeitsmarktservice (AMS). Dies sei aber "nicht ganz einfach". Unter anderem sei die Reduktion der Langzeitarbeitslosigkeit "eine große Herausforderung", sagte der AMS-Vorstand.

Ende März waren 486.000 Personen zur Kurzarbeit angemeldet und 458.000 Personen arbeitslos oder in AMS-Schulungen. Kopf kann sich bei der Reform der Corona-Kurzarbeit über Ende Juni hinaus vorstellen, den Unternehmen für die Kurzarbeit weniger zu ersetzen. "Kurzarbeit hat wenn sie lange dauert unangenehme Nebenwirkungen, weil sie Strukturveränderungen verhindert", sagte der AMS-Chef.

Gastro- und Tourismusbranche plagt sich bei der Personalsuche

Die heimischen Gastronomie- und Hotelleriebetriebe bereiten sich derzeit auf ein mögliches Ende des Corona-Lockdowns im Mai vor und berichten teilweise über eine schwierige Mitarbeitersuche. Viele hätten die Branche verlassen und deswegen gebe es zu wenige Arbeitskräfte, heißt es von Branchenvertretern. "Ich glaube die Sorge ist verständlich, aber nicht berechtigt", so der AMS-Vorstand.

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(APA/Red)

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