Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Arbeitslosigkeit im Tourismus 2014 stark gestiegen

Heimische Hotel beklagen auch Lehrlingsschwund
Heimische Hotel beklagen auch Lehrlingsschwund
Die Arbeitslosigkeit in der Tourismusbranche ist 2014 massiv angestiegen, und zwar um satte 10,4 Prozent.

Hat die Tourismus-Branche ein Image-Problem? “Die Zahl der vorgemerkten Arbeitslosen erhöhte sich hier um 10,4 Prozent”, sagte der Kabinettschef von Sozialminister Rudolf Hundstorfer (SPÖ), Joachim Preiss, am Montag beim Jahreskongress der Österreichischen Hoteliervereinigung (ÖHV) in Kitzbühel. Vor allem viele junge Beschäftigte verließen die Branche oft wieder rasch.

Auch weniger Lehrlinge in Ausbildung

Es werden auch deutlich weniger Lehrlinge ausgebildet – 2008 waren es den Angaben zufolge noch fast 15.000, 2013 nur noch etwas über 10.000. Dieser Rückgang um fast 30 Prozent war drei Mal so stark wie das durchschnittliche Minus in der Lehrlingsausbildung in Österreich insgesamt – im Berichtszeitraum sank die Gesamtzahl der Lehrlinge von 132.000 auf 120.000 um etwa 10 Prozent. “Ich befürchte, dass es da mehr Engagement bräuchte – dieser Drain an Nachwuchs und Exzellenz tut der Branche auch nicht gut”, so Preiss.

Ähnliche Probleme wie hierzulande gibt es diesbezüglich in der Schweiz: “Wir sehen, dass die anderen Branchen attraktiver sind als der Tourismus – das hat sehr viel mit dem Image der Branche zu tun”, sagte der ehemalige Präsident der Schweizer Hoteliervereinigung hotelleriesuisse, Guglielmo Brentel. “In der Schweiz wollen wir Perspektiven – die Jungen sollen bis zum Bachelor weitermachen können.”

Mehr Arbeitslose, aber auch mehr Stellen

Parallel zur steigenden Arbeitslosigkeit sorgte der Tourismus aber auch für mehr Beschäftigung. Mit einem Plus von 7,2 Prozent war der Stellenzuwachs hier zwischen 2008 und 2013 doppelt so stark wie in der allgemeinen Wirtschaft (plus 3,4 Prozent).

“Wir haben noch nie so viele Menschen im Tourismus beschäftigt wie jetzt”, betonten die beiden ÖHV-Präsidenten Michaela Reitterer und Gregor Hoch. 2014 erhöhte sich die Zahl der offenen Stellen laut Sozialministerium um 0,8 Prozent auf 3.892. Gleichzeitig gab es um 3.877 mehr vorgemerkte Arbeitslose in der Branche.

2014 gab es im Fremdenverkehrsbereich rund 200.000 unselbstständig und 50.000 selbstständig Beschäftigte. Auf Arbeitssuche in der Branche waren 40.000 Menschen. Dem Tourismus waren rund 6 Prozent der Arbeitsplätze und 13 Prozent der Arbeitslosen zuzuordnen.

Eine Frage der Statistik

Der starke Anstieg der Arbeitslosigkeit wird zum Teil auch mit statistischen Effekten erklärt. Viele Arbeitssuchende, aber auch Studenten arbeiten oft interimistisch als Kellner in der Gastronomie und werden dann auch als Arbeitslose dieser Branche zugeordnet, erklärten die beiden ÖHV-Chefs.

Auch das umfangreiche Ausbildungsangebot dürfte die Nachfrage nach einer Lehre absaugen – immerhin gibt es in Österreich 28 Tourismusschulen mit rund 11.000 Schülern.

Abhilfe könnte den Branchenvertretern zufolge die Lehre mit Matura schaffen. Der umgekehrte Weg – Maturanten eine Lehre schmackhaft zu machen -, gelingt erst in Ansätzen. In Österreich machen laut Ex-ÖHV-Landeschef von Salzburg, Walter Veit, nur 0,5 Prozent der Maturanten eine Lehrausbildung, in Deutschland sind es den Angaben zufolge über 10 Prozent. (red/APA)

home button iconCreated with Sketch. zurück zur Startseite
  • VOL.AT
  • Wirtschaft
  • Arbeitslosigkeit im Tourismus 2014 stark gestiegen
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen