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Arbeitnehmer-Verhandler vor Lohnrunde optimistisch

"Es gibt keinen Grund für Lohnzurückhaltung", so der Chef der Metallergewerkschaft (GMTN), Erich Foglar, vor der bevorstehenden Herbstlohnrunde.

Und auch Angestellten-Verhandler Karl Proyer von der GPA-DJP sieht “einen ordentlichen Spielraum für Abschlüsse über der Inflationsrate”. Beide Arbeitnehmer-Verhandler sind sich auch darüber einig, dass eine Steuerreform unverzichtbar sei.

Die heurige Herbstlohnrunde startet am 26. September, zwei Tage vor der Nationalratswahl, mit der Übergabe des Forderungsprogramms an die Arbeitgeber. Traditionellerweise werden da noch keine Prozente genannt. Im Anschluss an die Übergabe findet ein Wirtschaftsgespräch statt, bei dem die aktuelle Lage analysiert wird.

“Ich denke, dass es heuer sehr schwierig sein wird”, so Metaller-Chef Foglar zur APA. Die Bilanzanalysen der Unternehmen haben gezeigt, dass im vergangenen Jahr hohe Gewinne erwirtschaftet wurden und die Unternehmen auf ein gutes Jahr zurückschauen. Für das laufende Jahr sei auch mit einer guten Wirtschaftsentwicklung zu rechnen, auch wenn der Motor nicht mehr ganz so wie in den Jahren 2006 und 2007 laufe. “Ein Abschluss unter der Inflationsrate ist für uns nicht vorstellbar”, so Foglar. Es sei nicht einzusehen, dass die Beschäftigten die Zeche zahlen müssen. Der Inlandskonsum sei neben Export und Investitionen die dritte Säule der heimischen Wirtschaft und diesen gilt es zu stützen.

Die hohe Inflation werde in der kommenden Verhandlungsrunde sicher ihren Niederschlag finden, so Proyer. Grundsätzlich werden aber für die Kollektivvertragsverhandlungen immer die gleichen Eckdaten herangezogen. “Das sind neben der Inflation Wirtschaftswachstum, Produktivität und die Entwicklung der einzelnen Branchen”. Die Inflationsberechnung für die Verhandlungen basieren auf einem Durchschnittswert für den Zeitraum November 2007 bis Ende Oktober 2008. Dieser beträgt 3,5 Prozent, für 2009 werden 2,7 Prozent prognostiziert. Dazu kommt eine erwartete Produktivitätszunahme rund 1,0 Prozent, so dass für die Arbeitnehmer bei den Verhandlungen rund vier Prozent mehr Lohn herauskommen müssten.

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