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Arafats letzte Reise

Yasser Arafat hat seine letzte Heimreise angetreten. Rund 13 Stunden nach seinem Tod wurde der Leichnam mit einem Hubschrauber vom Militärkrankenhaus Percy bei Paris zum nahen Militärflughafen Villacoublay gebracht.

Von dort sollte der mit einer palästinensischen Flagge bedeckte Sarg nach einer Zeremonie mit einem französischen Militär-Airbus nach Kairo geflogen werden.

An der Ehrung in Villacoublay nahmen auch Ministerpräsident Jean-Pierre Raffarin, der palästinensische Außenminister Nabil Shaath, Offiziere und Diplomaten teil. Shaath und die Arafat-Witwe Suha begleiten den Sarg nach Kairo. Der Sarg mit den sterblichen Überresten Arafats wird mit einem Airbus der französischen Luftstreitkräfte in die ägyptische Hauptstadt gebracht. Mehr als 1000 Arafat-Anhänger warteten vor dem Flughafengelände.

Nach einem Besuch von Staatspräsident Jacques Chirac am Totenbett war Arafat am Donnerstag gemäß der moslemischen Totenriten gewaschen, in ein weißes Leinentuch gehüllt und in den Sarg gelegt worden. Das wurde aus Diplomatenkreisen in Paris bekannt. Arafat war vor knapp zwei Wochen wegen schlechter Blutwerte in das Krankenhaus eingeliefert worden.

Für Freitag ist in Kairo eine Trauerfeier geplant. Mit einem ägyptischen Militärhubschrauber soll Arafats Leichnam dann zur Beisetzung nach Ramallah geflogen werden. Der Leichnam werde bis zum Beginn des Begräbnisses in Ramallah in dem Sarg bleiben, hieß es in Paris. Die Beisetzung werde nach sunnitischem Ritual erfolgen. Der Körper werde dann auf der rechten Seite liegend und mit dem Gesicht nach Mekka in das Grab gelegt werden.

Arafat wird zwar nicht in Jerusalem bestattet, soll aber zumindest in die Erde der Heiligen Stadt gebettet werden. Wie der palästinensische Minister für kommunale Angelegenheiten, Jamal Shubaki, am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP in Ramallah sagte, wurde für die am Freitag geplante Beisetzung Arafats auf dem Gelände seines Hauptquartiers in Ramallah eigens Erde aus Jerusalem herantransportiert. Arafat werde in einem „Betonsarg“ beigesetzt, der später nach Jerusalem gebracht werden könnte. Der Sarg werde in Ramallah in die Jerusalemer Erde gebettet.

Arafat hatte angeblich den Wunsch geäußert, in Ostjerusalem bestattet zu werden, das die Palästinenser zur Hauptstadt eines unabhängigen Palästinenser-Staates machen wollen. Die israelische Regierung hatte sich in den Verhandlungen mit den Palästinensern jedoch geweigert, die Erlaubnis dafür zu geben.

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