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Antidepressiva: Die Zahl bei Kindern und Jugendlichen steigt

Antidepressiva werden Kindern und Jugendlichen immer öfters verschrieben.
Antidepressiva werden Kindern und Jugendlichen immer öfters verschrieben. ©Symbolfoto/Sams
Experten schlagen Alarm: Immer mehr Heranwachsende bekommen Psycho­pharmaka verschrieben.

Lisa Purin / Wann&Wo

Eine, an das Gesundheitsministerium in Auftrag gegebenen, Studie aus dem Jahr 2016 zeigt deutlich, dass die Zahl an verabreichten Antidepressiva bei Kindern und Jugendlichen angestiegen ist. Im Jahr 2012 waren es österreichweit noch 44.730 Kinder und Jugendliche, die Psychopharmaka verschrieben bekamen. Vier Jahre später, im Jahr 2016 waren es bereits 54.030

„Komplexere Probleme“

„Subjektiv betrachtet waren es vor dreißig Jahren etwa zwei von zehn Kindern, die von uns betreut wurden und von Ärzten Psychopharmaka verschrieben bekommen haben. Heute würde ich sagen, dass es etwa sieben von zehn sind. Aber das ist nur meine persönliche Meinung. Wir vom Jupident sehen das Ganze natürlich sehr kritisch. Wir versuchen, zuerst mit therapeutischen Maßnahmen den Kindern eine Struktur zu geben. Früher waren es andere Dinge, welche die Jugendlichen beschäftigt haben. Jetzt sind es eben komplexere Probleme, die es früher einfach nicht gegeben hat“, erzählt Manfred Ganahl vom Jupident.

„Früher viel stärkere Nebenwirkungen“

Apothekerkammer-Präsident Jürgen Rehak sieht einen generellen Anstieg: „Die Anzahl der verabreichten Antidepressiva ist gewiss nicht gering, im Gegenteil, sie ist sehr hoch. Aber das ist sie generell, sprich, auch bei Erwachsenen“, erklärt Rehak. „Die Medikamente, die uns heute zur Verfügung stehen, sind einfacher zu handhaben bzw. zu steuern. Früher hatten diese viel stärkere Nebenwirkungen, als sie es heute haben.“ Laut dem Apothekerkammer-Präsident hätte man heute viel mehr Erfahrung in dem Bereich und die Antidepressiva seien besser geprüft. Das Psychopharmaka Fluoxetin ist, „in bestimmten Ausnahmen, sogar schon für Kinder ab acht Jahren zugelassen“. „Natürlich muss bei einem Kind viel niedriger dosiert werden. Aber Fluoxetin kann in Ausnahmefällen auch Kindern verabreicht werden“, bestätigt Jürgen Rehak. Was es damit auf sich hat und was die Gründe für den Anstieg in der Gesellschaft sind, gibt es in der nächsten Ausgabe der WANN & WO zu lesen.

Kommentar
„Betrifft viel mehr, als man meint“ Wer jemanden kennt, der Antidepressiva in jungen Jahren nehmen muss, weiß, was diese Pillen mit einem machen und wie schwierig es ist, wieder von ihnen loszukommen. Im Zuge der Recherche habe ich herausgefunden, dass es viel mehr Jugendliche in Vorarlberg betrifft, als man eigentlich meint. Die Zahlen sind nicht nur schockierend, sondern auch ein Spiegel der Gesellschaft. Vielleicht werden Antidepressiva aber auch viel zu schnell verschrieben.”

Hier die ganze Wann&Wo-Ausgabe lesen!

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