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Anschlag auf Kölner Polizisten hatte islamistischen Hintergrund

Ein Mordanschlag auf zwei Kölner Polizisten am Dienstag sollte für drei 15 bis 17-jährige Jugendliche aus Köln der Auftakt für einen "Heiligen Krieg" gegen Amerikaner sein.

Die wegen versuchten Mordes verhafteten türkischstämmigen Jugendlichen wollten mit der Tat in Besitz von Polizeiwaffen kommen, wie der Leiter der Staatsschutzabteilung der Kölner Staatsanwaltschaft, Josef Rainer Wolf, am Freitag sagte. Mit ihnen wollten sie demnach amerikanische Einrichtungen angreifen.

Nach Informationen der Berliner Tageszeitung “B.Z.” hofften die Jugendlichen nach der Ermordung der Polizisten im Polizeiwagen Maschinenpistolen zu finden, mit denen sie in Heidelberg eine US-Kaserne angreifen wollten. Das sollte ihr Beitrag zum Heiligen Krieg gegen Ungläubige werden. “Das zeigt die Gefährlichkeit der islamistischen Propaganda und macht uns große Sorgen”, zitierte die “B.Z.” einen ranghohen Sicherheitsexperten der deutschen Regierung.

Die Jugendlichen waren Wolf zufolge bisher nicht durch Verbindungen zur Terrorszene oder durch kriminelles Verhalten aufgefallen. Wahrscheinlich seien sie durch das Internet und die dort verfügbare islamistischen Hasspredigten auf die Idee gekommen, Märtyrer werden zu wollen, meinte Wolf. Bisher hätten sie regelmäßig die Schule besucht. Einer von ihnen habe sogar bereits eine Lehrstelle gehabt, die er demnächst antreten sollte. Bei den Elternhäusern sei keine islamistischen Tendenzen erkennbar. Sie seien eher westeuropäisch orientiert.

Die Jugendlichen hatten am Dienstagabend versucht, eine 26-jährige Polizistin und einen 38-jährigen Polizist mit einem fingierten telefonischen Hilferuf in einen Hinterhalt zu locken. Als die wegen einer angeblich hilflosen Person alarmierten Polizisten am Einsatzort ankamen, wurden sie von drei maskierten Jugendlichen bedroht und beschossen.

Die Beamten behielten aber die Nerven, schlugen die Angreifer mit Warnschüssen in die Flucht und blieben unverletzt. Bei den Waffen der Täter handelte es sich um Schreckschusswaffen und nicht mehr funktionstüchtige Übungshandgranaten. Doch hätten die jungen Leute die Polizisten der Vernehmung zufolge möglicherweise mit Messern töten wollen, sagte Wolf.

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