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Anno dazumal in Nofels

Bild: Eines der ältesten Bilder von Nofels.
Bild: Eines der ältesten Bilder von Nofels. ©Manfred Bauer

Feldkirch. Der bekannte Nofler Historiker Dr. Manfred Fiel hat die folgenden Zeitungsausschnitte, vornehmlich zum ein wenig „Schmunzeln“, aber auch zu einem Rückblick in eine vergangene Zeit zusammengestellt.

Vorarlberger Volksblatt 23.7.1924
Das Ansuchen der Freiwilligen Feuerwehr Nofels und Gisingen um je eine Motorspritze an Stelle der bisher in Gebrauch befindlichen Handspritze wurde in der Gemeindeausschusssitzung lang diskutiert. Der Korrespondent merkt an, dass die nahe Stadt Feldkirch nicht das Glück hat, eine Motorspritze zu haben. „Man will also Feldkirch überholen. Es wäre nichts dagegen einzuwenden, wenn man das Geld dazu hätte. Der Steuerzahler schüttelt jedoch zu einem solchen Begehren nicht mit Unrecht die Köpfe“.

Vorarlberger Volksblatt 25.3.1925
Im Vorarlberger Volksblatt wurde die große Steinsprengung am Gemeinde-Steinbruch in Nofels, mit welcher man gegen 4000 m3 Steine abzusprengen erhofft, groß angekündigt. Für diese Sprengung mussten die nächst gelegenen Häuser geräumt werden.
Aus dem Bericht vom 30.3. ergibt sich, dass eine große Menge Neugieriger am Platz erschienen war. Leider ergab sich das Missgeschick, dass der Schuss zwar los ging, jedoch den Stolleneingang hinaus und so wirkungslos blieb. Eine große Rauch- und Staubwolke war leider das ganze Ergebnis der Sprengung, die mit so viel Pulververbrauch und Kosten ins Werk gesetzt wurde.

Vorarlberger Volksblatt 4.12.1925
Dem Fortschritt nicht abhold
Auf der Station Feldkirch traf dieser Tage ein Ford-Traktor ein, bestimmt für zwei Besitzer in Nofels. „Der Traktor wurde sofort zum Holztransport aus der Auwaldung in Verwendung genommen. Trotz Schnee wurde mit dem Traktor sogar geackert. Durch die Anschaffung des Traktors hat Nofels bewiesen, dass es dem Fortschritt nicht abhold ist“.

8.9. und 22.12.1928
Von der Wildsau
„Seit drei Jahren beehrt eine mächtige Wildsau zu Herbstbeginn das Gemeindegebiet von Groß-Feldkirch mit ihren Besuchen. Die waidgerechten Mitglieder der St. Hubertusgilde von Feldkirch haben schon einige Treibjagden auf diesen ungebetenen Gast veranstaltet, jedoch ohne Resultat. Die Sau ist scheinbar hieb- und kugelfest, denn obwohl schon einige Mal auf sie geschossen wurde, fühlt sie sich noch sauwohl bei uns. Sie (die Sau) macht ihre Streifzüge auch nach einer genauen Zeiteinteilung, weil sie nach Angabe der Jäger nur am Samstag bei uns auftaucht“.

Am 20.12.1928 wurde dann berichtet, dass es am Sonntag endlich gelang, „nachdem schon viele Jagden vergebens verliefen und der Volkswitz die Jäger schon oft verulkt hatte, den Bauernschreck in der Gestalt eines männlichen Wildschweines zu erlegen. Das Tier, das ein Gewicht von 130 kg hat, konnte gegen einen Eintritt von 50 Groschen am darauf folgenden Montag in der Volkshalle in Feldkirch besichtigt werden“.
Es wird berichtet, dass in den Volksschulen Altenstadt, Gisingen und Nofels das erlegte Wildschwein vorgezeigt wurde. „Bei der Jugend herrschte darob begreiflicherweise Jubel. Sie hat viel von dem seltenen Tier gehört, nun wurde ihr die Gelegenheit geboten, das Wildschwein auch mit eigenen Augen anzustaunen“. Manfred Bauer

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