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Annan fordert Freilassung von Geiseln

UNO-Generalsekretär Kofi Annan hat die Rebellen in Kolumbien zur Freilassung ihrer Geiseln aufgefordert. Insgesamt acht Touristen waren am 12. September verschleppt worden.

Die linksgerichteten Revolutionären Streitkräfte Kolumbiens (FARC) sowie die Nationale Befreiungsarmee (ELN) müssten die Kolumbianer und Ausländer in ihrer Gewalt freilassen, um vor den Festtagen eine Wiedervereinigung der betroffenen Familien zu ermöglichen, sagte Annan am Mittwoch in New York.

Er hoffe, die Parteien würden ihren Dialog wieder aufnehmen, um nach vier Jahrzehnten diesen blutigen Konflikt endlich zu beenden, erklärte der UNO-Generalsekretär weiter. In Kolumbien werden jährlich rund 3.000 Menschen entführt, mehr als in jedem anderen Land der Erde. Die ELN hat derzeit auch vier Israelis und einen Briten in ihrer Gewalt. Die Vermittler hatten Präsident Alvaro Uribe am Mittwoch zu einem Stopp der Militäraktionen im Norden des Landes aufgefordert. Dies könne eine Übergabe der Geiseln ermöglichen.

Insgesamt acht Touristen waren am 12. September beim Besuch einer präkolumbianischen Ausgrabungsstätte in der Sierra Nevada verschleppt worden. Eine britische Geisel konnte nach kurzer Zeit fliehen. Eine Deutsche und einen Spanier hatte die ELN am 24. November nach 74 Tagen Geiselhaft freigelassen.

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