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Anna Theresia Graninger zum Gedenken

Anna Theresia Graninger
Anna Theresia Graninger
Hittisau. „ Ich will 100 Jahre alt werden“. Das war ein Lebensmotto von Anna Theresia Graninger. Dieser Wunsch hat sich nicht erfüllt aber doch konnte Resi auf ein langes, nicht immer leichtes aber erfülltes Leben zurückblicken!

Schon als Schulmädchen musste Anna Theresia, die als sechstes von zehn Kindern der Katharina und des Josef Moosmann in Au geboren wurde, kräftig mit anpacken. Als sie erwachsen war, fand Anna Theresia in der Krone in Au eine Anstellung als Bedienung. Anschließend in der Rose in Hörbranz, bis sie dann später in Hittisau in der Krone eine Beschäftigung annahm.

Dort traf sie ihren späteren Ehemann Johann Georg Graninger, der damals den Gasthof Hirschen mit Metzgerei gepachtet hatte. 1939 wurde in Alberschwende geheiratet. Mit den Jahren vergrößerte sich die Familie, um ein Mädchen und drei Jungen. Neben der Erziehung der Kinder verrichtete Resi die schwierige Metzgereiarbeit und kochte für die Angestellten.

Nach nur 15 Ehejahren verstarb ihr Ehemann und sie stand mit vier Kindern und einem Betrieb da. Doch Anna Theresia war eine starke, disziplinierte Frau. Von da an führte sie die Metzgerei alleine, bis Sohn Georg erwachsen genug war, den Betrieb zu übernehmen. Dann kaufte sie das Gasthaus Kreuz, das sie zusammen mit ihrem Sohn Werner führte. Nachdem 1970 das Gasthaus Kreuz durch einen Brand zerstört wurde, begann man 1973 mit dem Neubau eines Lebensmittelgeschäftes mit Restaurant und Wohnungen. Auch in diesem Restaurant war Resi jahrelang beschäftigt. Ihr Leben war geprägt von viel Fleiß und Arbeit.

Trotz alledem war sie eine liebevolle, vertändnisvolle Mama und ihren sechs Enkeln und mittlerweile neun Urenkeln eine gute Oma. Neben all der Arbeit fand Frau Graninger Zeit zu einem gemütlichen Jass und in geselliger Runde sang sie schon mal den „Schönenbacher Jodler“. Als leidenschaftliche Strickerin versorgte sie die ganze Familie mit selbstgestrickten Socken und Angoraleibchen. Sie war mit viel Arbeit stets für ihre Familie da, schloß alle in ihr Gebet ein und machte so manche Wallfahrt. Bis vor eineinhalb Jahren lebte Resi in einer eigenen Wohnung und versorgte sich selbst. Nach einigen Stürzen mit Verletzungen wurde sie im Pflegeheim gut betreut.

Sie sagte immer: “Zufriedenheit ist mein schönstes Glück auf Erden”…und so zufrieden hat sie auch gelebt!

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