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Anklageschrift, ja oder nein? Was aktuell für Rätselraten im Mordfall Janine G. sorgt

German Bertsch rechnet mit baldiger Anklage, die Staatsanwaltschaft ermittelt weiter.
German Bertsch rechnet mit baldiger Anklage, die Staatsanwaltschaft ermittelt weiter. ©MJ, Hartinger
Joachim Mangard (VOL.AT) joachim.mangard@russmedia.com
Der mutmaßliche Haupttäter befindet sich noch immer in U-Haft und warum sich die Staatsanwaltschaft noch so zurückhält.

Vor fast genau zwei Jahren erschütterte der tragische Tod der damals 30-jährigen Janine G. ganz Vorarlberg.

Obwohl der Abschlussbericht des Landeskriminalamts bei der Staatsanwaltschaft liegt, scheint es weiterhin Unklarheiten zu geben.

Wann steht der Prozesstermin?

Auf VOL.AT-Anfrage bei Mag. German Bertsch, dem Strafverteidiger jenes damals 25-Jährigen, der als mutmaßlicher Haupttäter gilt, zeigt sich der Jurist zuversichtlich für einen baldigen Prozesstermin: "Laut meinen Informationen liegt der Abschlussbericht bei der Staatsanwaltschaft in Feldkirch. Damit sind meines Wissens die Ermittlungen abgeschlossen und ich erwarte mir die Anklageschrift in den nächsten Tagen. Andererseits müsste auch die Untersuchungshaft über meinen Mandanten verlängert werden." Was bei der Dauer von zwei Jahren äußerst unüblich wäre, wie man aus Rechtskreisen weiß.

Mag. German Bertsch erwartet sich die Anklageschrift in den nächsten Tagen. ©MJ

Staatsanwaltschaft sieht Ermittlungen nicht abgeschlossen

Das sieht die Staatsanwaltschaft anders, wie Sprecher Heinz Rusch gegenüber VOL.AT erläutert: "Aktuell sehen wir keinen Grund, den Fall weiter zu kommentieren. Nur so viel, das Ermittlungsverfahren ist weiterhin nicht abgeschlossen."

Die Staatsanwaltschaft Feldkirch sieht das Ermittlungsverfahren noch nicht abgeschlossen. ©Sohm

Abschlussbericht muss nicht das Ende der Ermittlungen bedeuten

"Grundsätzlich ist das Ermittlungsverfahren mit dem Abschlussbericht des Landeskriminalamts abgeschlossen. Wenn die Staatsanwaltschaft den Bericht begutachtet hat, kann sie aber bei Unklarheiten die Exekutive beauftragen, weiter zu ermitteln", informiert Dr. Stefan Denifl, der sich als Opferschutzanwalt um die Angehörigen der tragisch ums Leben gekommenen jungen Frau kümmert.

Auf VOL.AT-Anfrage bei Sanjay Doshi, der den zweiten mutmaßlichen, damals 19-jährigen Täter vertritt, erfolgte keine Auskunft. Er wolle sich zu dieser Angelegenheit aktuell nicht äußern. Der von ihm vertretene Lustenauer befindet sich im Gegensatz zu dem von Anwalt Germann Bertsch betreuten Hauptverdächtigen auf freiem Fuß.

Für alle Verdächtigen gilt die Unschuldsvermutung.

(VOL.AT)

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