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Anklage: Zwölf Tatorte mit vergrabenem Müll in Vorarlberg

An zwölf Stellen soll laut Anklageschrifft illegal vergrabene Müll gefunden worden sein.
An zwölf Stellen soll laut Anklageschrifft illegal vergrabene Müll gefunden worden sein. ©VN/Hofmeister
In der Anklageschrift zum Fall Häusle wird aufgelistet, welche Abfallmengen an welchen Standorten illegal eingebaut worden sein sollen.
Zehn Ex-Häusle-Mitarbeiter angeklagt
Anklage: 1,8 Millionen Euro hinterzogen

Von Seff Dünser/NEUE

Zehn angeklagten Ex-Mitarbeitern des Lustenauer Recyclingunternehmens Häusle werden wie berichtet Umweltverschmutzung und/oder Abgabenhinterziehung vorgeworfen. In der Anklageschrift werden zwölf mutmaßliche Tatorte mit illegal entsorgten Abfällen chronologisch so angegeben:

1.

Zur Befestigung des Bodens seien im Abfallwirtschaftszentrum Häusle in Lustenau unter der Oberfläche des Containerabstellplatzes 58 Tonnen Hartstoffe eingebaut worden: Kunststoffe, Medikamentenfläschchen, Kosmetika, Batterien. Die Abfälle hätten sich teilweise direkt unter dem Grundwasser befunden. Dort seien stark erhöhte Schwermetallwerte gemessen worden.

2.

In den sogenannten Urdamm seien 1277 Tonnen mit Kunststoffen vermengte Sieb- und Gärreste von behandelten Abfällen eingebaut worden.

3.

Bunker der ehemaligen Kunststoffsortierhalle seien nach Angaben der Firma Häusle mit 160 Tonnen Hartstoffen befüllt worden.

4.

Zumindest 10.717 Tonnen Straßenkehricht seien in einem Maisacker in Fußach vergraben worden. Dafür wäre ein Altlastenbeitrag von 932.379 Euro zu entrichten gewesen. Das entspricht mehr als der Hälfte der angeklagten ­Abgabenhinterziehung von 1.809.861 Euro.

5.

Von der Häusle GmbH seien 1325 Tonnen an Sägespänen aus der Produktion einer Skifirma, die mit Kunststoffen und Klebeverbindungen verunreinigt gewesen seien, als Einstreu an verschiedene Landwirte abgegeben worden.

6.

Mit rund 40 Tonnen Hartstoffen, darunter auch Batterien, sei die Drainage eines Bauschuttplatzes in Fußach aufgefüllt worden. Vermutlich wegen der Batterien sei ein stark erhöhter Zink-Wert gemessen worden.

7.

Nachdem ein Haufen mit Siebresten gebrannt habe, seien 1310 Tonnen Sieb- und Gärreste auf einem Halbdamm in Fußach verteilt worden. Erhöhte Kohlenstoffwerte hätten zu einer Verschlechterung des Bodens sowie der Gefahr einer Verschlechterung des Grundwassers geführt.

8.

In einem kleinen Wäldchen in Lustenau sei eine Vertiefung mit 290 Tonnen Sieb- und Gärresten aufgefüllt worden.

9.

Begrünt worden sei der Einbau von 720 Tonnen Sieb- und Gärresten bei einer Biogasanlage in Fußach.

10.

Mit der Lagerung von 3300 Tonnen an Sieb- und Gärresten auf einem großen Haufen in Fußach habe die Firma Häusle 287.000 Euro an Altlastenbeiträgen hinterzogen.

11.

Betriebseigener Kanalschlamm sei auf dem Fußacher Maisacker entsorgt worden.

12.

Pralinenförmig seien 786 Tonnen Sieb- und Gärreste für einen neuen Damm in Lustenau eingebaut worden.

(NEUE)

Die aktuelle Ausgabe der “NEUE” lesen Sie hier.

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