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Anklage gegen selbst ernannten Guru als mutmaßlichen Kinderschänder

Die Staatsanwaltschaft München hat Anklage gegen einen mutmaßlichen Kinderschänder erhoben. Dem 60-jährigen selbst ernannten Guru werde sexueller Missbrauch von Kindern in 314 Fällen zur Last gelegt, sagte Staatsanwalt Anton Winkler am Montag.

Der Mann soll seine Position als Leiter einer esoterischen Kommune in München und später in Portugal systematisch dazu benutzt haben, minderjährige Kinder seiner Anhänger zu missbrauchen.

Der Verdächtige war im Sommer 2008 in Lissabon festgenommen und nach Deutschland ausgeliefert worden. Seitdem sitzt der gebürtige Hamburger in Untersuchungshaft. Seine Gemeinschaft lebte zeitweise im Bayerischen Wald und in München. Der “Guru” soll daneben mit esoterischer Musik viel Geld verdient haben. In den 1980er Jahren zog die Gruppe nach Portugal.

Den Ermittlungen zufolge steht der Mann im Verdacht, sich von 1985 bis 1998 an vier Buben und zwei Mädchen vergangen zu haben. “Nach unserem Ermittlungsstand war es so, dass er ein hierarchisches System in seiner Sekte aufgebaut hat, bei dem er alle Sektenangehörigen beherrscht hat”, sagte Winkler. “Wir vermuten, dass – soweit die Opfer Kinder von Sektenangehörigen waren – die Eltern von diesen Missbrauchstatbeständen Kenntnis gehabt haben könnten.”

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