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Angriff arabischer Milizen in Darfur

Bei den jüngsten Angriffen in der westsudanesischen Krisenregion Darfur (Darfour) sind mindestens 40 Menschen getötet und 600 Rinder gestohlen worden.

Das geht aus einem am Mittwoch veröffentlichten UNO-Bericht hervor.

Ein Team, das im Rahmen einer Impfkampagne in das Dorf Fugiley im Süden Darfurs gefahren sei, habe dort nur noch 20 von ursprünglich 4.000 Einwohnern angetroffen. Sie hätten berichtet, dass ihr Dorf seit Ende Dezember drei Mal von arabischen Milizen (Janjaweed) angegriffen worden sei.

Kämpfe zwischen den regimetreuen arabischen Janjaweed-Milizen und Rebellen hatten im Vorjahr in Darfur eine Flüchtlingswelle unvorstellbaren Ausmaßes ausgelöst. Nach UNO-Angaben wurden 1,6 Millionen Menschen vertrieben, davon mehr als 200.000 in den benachbarten Tschad.

Der UNO-Sicherheitsrat hatte der Regierung in Khartum in einer Resolution eine Frist zur Entwaffnung der arabischen Reitermilizen in Darfur gesetzt. China und Pakistan hatten sich der Stimme enthalten, die anderen Ratsmitglieder hatten dem Text zugestimmt, nachdem die von den USA ursprünglich geforderten konkreten Sanktionen durch nicht näher spezifizierte „Maßnahmen“ ersetzt worden waren.

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