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Angebote des Betreuungs- und Pflegenetzes auf einen Blick

Landesrätin Wiesflecker: 1,47 Millionen Euro für Case Management.
Landesrätin Wiesflecker: 1,47 Millionen Euro für Case Management. ©Unsplash/Chavez
Mit dem Bericht zum Betreuungs- und Pflegenetz in Vorarlberg 2019, der heuer aufgrund der Pandemie erst verspätet fertig gestellt werden konnte, liegt wieder ein umfassender Überblick über die Angebote, die Aktivitäten und relevante Daten vor.

"Vorarlberg bietet Verlässlichkeit und hohe Qualität in der Betreuung und Pflege. Gerade in der Krise hat sich gezeigt, dass wir auf gute Strukturen im Pflege- und Betreuungsbereich zurückgreifen können", so die zuständige Soziallandesrätin Katharina Wiesflecker. Das beschriebene Angebot reicht vom Care- und Case-Management über die Pflege daheim, die Tagesbetreuungen und die ambulanten Dienste bis zum Hospiz und den Pflegeheimen.

Zusätzlich zum vorliegenden Bericht bietet die von connexia im Auftrag des Sozialfonds betriebene Website www.vorarlberg.care alle wesentlichen Kontaktdaten auf einen Blick und erleichtert das Finden der passenden Unterstützung. Bei den einzelnen Unterstützungsangeboten findet man mit der Eingabe des Wohnortes die jeweils zuständige Einrichtung. So stehen beispielsweise auch die aktuellen und wohnortnahen Kontaktdaten für das Case Management, die Mobilen Hilfsdienste oder die Hauskrankenpflege zur Verfügung. Die Website bietet somit allen Familien mit Unterstützungsbedarf einen leichten und schnellen Zugang zu den Einrichtungen im Vorarlberger Betreuungs- und Pflegenetz.

Wichtige Stütze des Betreuungs- und Pflegewesens

Die Vorarlberger Landesregierung hat heuer für das Case Management in Betreuung und Pflege Beiträge in Gesamthöhe von 1,47 Millionen Euro aus den zur Verfügung stehenden Mitteln des Bundespflegegeldes ausbezahlt. Damit wurde eine Vollzeitstelle pro 18.000 Einwohner*innen mit jeweils bis zu 75.000 Euro für Personal- und Sachkosten gefördert. "Das Case Management bewährt sich seit dem Projektstart im Jahr 2011 als wertvolle Unterstützung für betreuungs- und pflegebedürftige Menschen und ihre Angehörigen", betont Landesrätin Wiesflecker.

Die Case Managerinnen und Case Manager bieten den Betroffenen in ihrer Gemeinde bzw. Region kostenlose Beratung rund um Fragen zur Betreuung und Pflege an. Bei Bedarf wird gemeinsam mit der pflegebedürftigen Person und den Angehörigen der Betreuungs- und Pflegebedarf erhoben und ein Hilfeplan erstellt, in der Folge werden die benötigten Dienstleistungen vermittelt und koordiniert. "Case Management ist in vielen Fällen eine unverzichtbare Hilfe – vor allem, wenn es mehrere verschiedene Dienstleister aufeinander abzustimmen gilt, wenn eine komplexe Betreuungs- und Versorgungssituation vorliegt oder die Gefahr besteht, dass Angehörige mit der Situation überfordert sind", so Landesrätin Wiesflecker.

Die Bedeutung des Case Managements zeigt sich in dem laufend steigenden Leistungsumfang. 2019 wurden insgesamt 3.881 Klientinnen und Klienten begleitet bzw. betreut und dafür 35.024 Leistungsstunden erbracht. Damit ist der Zeitaufwand im Vergleich zum Vorjahr um 17 Prozent gestiegen, die Zahl der Betreuten sogar um 57 Prozent. Der Projektstart wurde 2011 mit 13 Gemeinden bzw. Regionen gemacht, 2013 folgte die Überführung in den Regelbetrieb. Zu Ende 2019 haben bereits 94 der 96 Vorarlberger Gemeinden ein regionales Case Management.

(VLK)

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