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Anschober: "Sind auf dem richtigen Weg", er warnt aber vor Nachlassen

Anschober
Anschober ©APA
Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) unterstrich bei der Pressekonferenz, dass Österreich am richtigen Weg ist, warnte aber eindringlich davor, jetzt bei den Maßnahmen nachzulassen.
Maßnahmen werden verlängert
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Die Zuwächse bei den Infektionen seien in den letzten Tagen geringer geworden - "aber es sind nach wie vor massive Zuwächse", so der Ressortchef bei der Pressekonferenz im Bundeskanzleramt.

In der vergangenen Woche seien die Zuwachsraten teils bei 40 Prozent gelegen, verwies Anschober auf die Daten. "Es wäre dramatisch gewesen, wenn sich die Entwicklung fortgesetzt hätte." Diese Zahl sei auch der Ausgangspunkt gewesen für das Setzen der drastischen Maßnahmen. "Weil sonst ist irgendwann die Kapazität der Spitäler überschritten."

Zuwachsraten nicht mehr so hoch

Die nun vorliegenden Zahlen würden zeigen, dass es gelungen sei, "in einem ersten Bereich zu korrigieren", der Zuwachs bei den Infektionen sei zuletzt bei rund 20 Prozent gelegen. "Das ist ein erster Schritt", aber eben nur ein erster, betonte der Minister. "Diese Entwicklung reicht uns bei weitem nicht. Wir müssen runterkommen unter zehn Prozent", Ziel sei ein einstelliger Zuwachs - "oder gar kein Zuwachs mehr".

Anschober sprach von einem "Silberstreif am Horizont", einer "Bestätigung, dass der Kurs richtig ist". "Aber ich warne eindringlich davor, jetzt zu glauben, dass ein Nachlassen bedeutet, dass wir es jetzt schon geschafft haben. Das wäre das Kontraproduktivste, was wir machen könnten. Dieser Nachweis, dass die Maßnahmen zu wirken beginnen, muss Auftrag sein, diesen Weg ganz konsequent weiterzugehen."

Situation "kaum vorhersehbar"

Zur Frage, ob mit dem 13. April dann die derzeit gültigen Vorgaben weiter verlängert oder eben beendet werden könnten, betonte Anschober, dies sei "kaum vorhersehbar". "Wir setzen die Maßnahmen fort, weil sie Erfolg versprechen", daher richte er an die Bevölkerung den Appell, "das zu unterstützen".

An die Bevölkerung richtete er seinen Dank. Jetzt gehe es darum, die "vier bis fünf Prozent", die die Situation noch immer negieren, auch noch zu überzeugen. "und klar zu machen: Wir sind aufeinander angewiesen in dieser Situation. Es ist nach wie vor eine ernste Situation, aber ein Hoffnungsschimmer ist da."

Nehammer: "Jeder kann Lebensretter sein"

Auch Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) mahnte die Bevölkerung eindringlich zur Einhaltung der gesetzten Ausgangsbeschränkungen und der Ein-Meter-Abstandsregel: "Jeder von uns kann ein Lebensretter sein. Wenn man Abstand hält." Er dankte dem "überwiegenden Teil" der Menschen, dieser habe sich auch bei dem derzeit schönen Wetter an die Vorgaben gehalten.

"Jetzt geht es genau um die fünf Prozent, denen die Botschaft noch nicht angekommen ist", nämlich, "dass man "Leben retten muss und kann". Deswegen achte die Polizei "sehr genau darauf, dass die Bewegungseinschränkungen auch eingehalten werden".

Hohe Strafen bei Zuwiderhandeln

"In Wahrheit ist es nicht schwer: Ein Meter Abstand, nur dann raus, wenn es unbedingt notwendig ist." Und der Innenminister verwies auch auf die hohen Strafen bei Zuwiderhandeln: "Für alle, die glauben, wir nehmen das vielleicht auf die leichte Schulter, wen man dagegen verstößt: Der Strafrahmen ist enorm" - nämlich bis zu 3.600 Euro für Einzelpersonen und bis zu 30.000 Euro für Gastronomiebetriebe, die trotz des Verbotes aufsperren.

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