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Amnesty: Laxer Umgang mit Waffenexporten ermöglichen Ausbreitung des IS

Amnesty: IS kämpft auch mit Waffen aus der EU.
Amnesty: IS kämpft auch mit Waffen aus der EU. ©militant photo via AP
Jahrelange großzügige Waffenlieferungen an den Irak sowie wenig Kontrollen vor Ort haben nach einem Bericht der Menschenrechtsorganisation Amnesty International zu dem umfangreichen Arsenal der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) geführt. Der IS nutze hauptsächlich von den irakischen Streitkräften erbeutete Waffen. Diese stammten aus mehr als zwei Dutzend Ländern - darunter Russland, China, den USA sowie aus mehreren EU-Ländern inklusive Deutschland.

Jahrzehntelange Waffenlieferungen aus vielen Teilen der Welt in den Irak haben die von der Jihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) in dem Land begangenen Grausamkeiten laut Menschenrechtsaktivisten erst möglich gemacht. Die vom IS genutzten “zahlreichen und verschiedenartigen Waffen” seien “ein Lehrbeispiel dafür, wie rücksichtsloser Waffenhandel Gräueltaten im großen Stil befördert”, erklärte die Menschenrechtsorganisation Amnesty International anlässlich der Vorstellung eines Berichts zum Thema.

“Beispielloser Zugang zu Waffen”

Wegen fehlender Regulierung und Überwachung der Bestände im Land habe der IS einen “beispiellosen Zugang zu Waffen”. Dem Bericht zufolge nutzte der IS große Mengen von Waffen aus zahlreichen Ländern weltweit, die ihm bei der Eroberung der Stadt Mossul im Juni 2014 in die Hände fielen, zur Eroberung weiterer Gebiete des Landes und beging damit Gräueltaten an Zivilisten. Auch bei der Eroberung von Armee- und Polizeistützpunkten in Falluja, Tikrit und Ramadi habe der IS viele Waffen erbeutet.

Amnesty: IS kämpft auch mit Waffen aus Deutschland

Nach Angaben von Amnesty kämpfen die Jihadisten mit Erzeugnissen aus mindestens 25 verschiedenen Staaten, darunter alle fünf ständigen Mitglieder des UN-Sicherheitsrats. So seien etwa Sturmgewehre aus Belgien, China, Deutschland und den USA im Einsatz. Als Konsequenz aus der Entwicklung forderte die Organisation unter anderem schärfere Kontrollen der Waffenbestände im Irak. (APA/dpa/red)

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