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Amnesty kritisiert Todesurteile

Amnesty International hat an die USA appelliert, hunderte geistig behinderter Häftlinge in den Todestrakten nicht hinzurichten. jeder zehnte der Tode Verurteilten leide an Schizophrenie.

Schätzungsweise jeder zehnte der 3.400 zum Tode Verurteilten leide an Schizophrenie, einer manisch- depressiven Erkrankung, Hirnschäden oder posttraumatischen Stresssyndromen, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Dienstag in London.

Auch etwa zehn Prozent der mehr als 1.000 Menschen, die in den letzten 30 Jahren hingerichtet wurden, seien geistig zurückgeblieben gewesen. „Amnesty International ist in allen Fällen gegen die Todesstrafe, aber sie gegen geistig Behinderte zu verhängen, ist wirklich schändlich“, sagte AI-Sprecher Mike Blackmore.

Das Oberste Gericht der USA entschied 2002, dass die Hinrichtung geistig zurückgebliebener Straftäter nicht verfassungsgemäß sei. Im Allgemeinen wird dies mit einem Intelligenzquotienten unter 70 definiert. Doch viele US-Staaten richten weiter auch Häftlinge mit psychischen Erkrankungen hin.

Amnesty kritisierte, Staatsanwälte nutzten verbreitete Unwissenheit und Ängste vor geistig Behinderten aus und brächten das Fehlen von Reue als Argument für die Todesstrafe vor. In einigen Fällen habe die US-Justiz es auch erlaubt, dass sich solche Angeklagte selbst hätten verteidigen dürfen. Amnesty verwies auf den Fall des 1995 wegen Mordes verurteilten Scott Panetti, der vor einem texanischen Gericht als Cowboy gekleidet einen wirren Auftritt als sein eigener Anwalt hinlegte.

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