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Amerikaner will einen Monat Achterbahn fahren

Der US-Amerikaner Richard Rodriguez will in Hassloch (Rheinland-Pfalz) einen neuen Weltrekord im Achterbahnfahren aufstellen.

Der Universitätsdozent aus Chicago sagte am Donnerstag auf einer Pressekonferenz, er wolle versuchen, einen Monat lang rund um die Uhr zu fahren, bei nur 15 Minuten Pause pro Tag: „Das ist der schwierigste Marathon, den ich je versucht habe.“

Rodriguez war 2002 im Hasslocher „Holiday Park“ 104 Tage in Folge jeweils zehn Stunden Achterbahn gefahren. Diese Fahrt war jedoch vom Guinness-Buch der Rekorde nicht anerkannt worden. Rodriguez sagte, der aktuelle Rekord nach den Regeln des Guinness-Buchs liege bei 35 Stunden und sei im vergangenen Herbst in einem japanischen Freizeitpark aufgestellt worden. Um die Rekordfahrt zu ermöglichen, wird der 44-Jährige in Hassloch zwei Achterbahnen im Wechsel nutzen.

Parkchef Wolfgang Schneider sagte, in die von Rodriguez genutzten Wagen werde eine Toilette eingebaut. Zudem sollen die Wagen so ausgepolstert werden, dass der 44-Jährige darin schlafen kann. „Die ersten zwei Tage bei einem Achterbahnmarathon sind immer sehr schwierig“, erklärte der Dozent der Chicagoer Lojola-Universität:
„Nach drei bis fünf Tagen kann ich auf der Achterbahn besser schlafen als im Hotel.“

Um schwerwiegende Folgen zu verhindern, wird der 44-Jährige während seiner Fahrt intensivmedizinisch überwacht. Unter anderem wird Rodriguez nach den Worten des Parkchefs permanent an ein EKG angeschlossen sein: „Wenn Richard am Ende seiner Kraft ist, haben die Mediziner das Recht, die Fahrt abzubrechen.“ Als größte Gefahr für eine erfolgreiche Rekordfahrt gilt schlechtes Wetter: Bei einem Gewitter müssen die beiden Achterbahnen gestoppt werden.

Rodriguez, der sich während seiner 104 Tage dauernden Fahrt im vergangenen Jahr vorwiegend von Jägerschnitzeln ernährt hatte, erklärte, er werde diesmal auf leichtere Kost mit viel Energie setzen. Die Zeit wolle er sich durch Radio hören, Lesen und Gespräche mit den übrigen Fahrgästen vertreiben: „Wenn ich beim Achterbahnmarathon niemanden treffen würde, wäre es langweilig.“

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