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Ambros für Finale qualifiziert

Die deutschen Vielseitigkeitsreiter erhalten nach einem Wechselbad der Gefühle ihre olympische Goldmedaille. Für Österreich blieb der 13. Platz.

Das Schiedsgericht des Reit-Weltverbandes gab am Mittwochabend der Berufung gegen die Aberkennung des Olympiasieges statt. Weil Schlussreiterin Bettina Hoy gleich zwei Mal über die Startlinie geritten war, hatten die deutschen Reiter nach einer Jury-Entscheidung statt Gold zunächst nur noch Blech in den Händen. Doch nach der erfolgreichen Berufung jubelten Hoy, Hinrich Romeike, Frank Ostholt, Andreas Dibowski und Ingrid Klimke umso lauter über das dritte olympische Mannschaftsgold in der früher Military genannten Disziplin nach 1936 und 1988. Nachdem den Deutschen die zwölf Sekunden, die zwischen ersten und dem zweiten Anlauf von Hoy lagen, wieder zurück bekommen haben, blieb für Frankreich Silber, Bronze ging an Großbritannien. Für Österreichs Mannschaft blieb nach EM-Rang fünf bei der ersten Olympia-Teilnahme seit München 1972 nur der 13. Platz.

Österreich brachte Harald Ambros mit Miss Ferrari (27.), der als 23. der bereinigten Liste (nur drei Reiter pro Land) für das anschließende Einzel-Finale qualifiziert war, Harald Siegl mit Gigant (45.) und Harald Riedl mit Foxy (58.) in die Wertung. Auch Margit Appelt hielt trotz eines am Vortag bei einem Sturz im Geländeritt erlittenen Rippenbruchs sowie Prellungen an Halswirbelsäule und Becken mit ihrem Pferd Ice on Fire durch und belegte Rang 68. Andreas Zehrer war als zweitbester Österreicher der Dressur nach einem Sturz ausgeschieden, er zog sich einen Nasenbeinbruch zu.

Bundestrainer Horst Karsten war mit seinem Team trotz des verpassten Ziels, das auf Rang zehn gelautet hatte, zufrieden. Seine Schützlinge hatten mit ihren Olympia-Pferden zuvor noch nie eine Vier-Sterne-Prüfung bestritten – dass da im Vergleich zu den Profireitern der Spitzenländer Schwächen auftraten, war normal.

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