Amadeus Awards 2022: Josh und RAF Camora die großen Gewinner

Das waren die Amadeus Awards 2022.
Das waren die Amadeus Awards 2022. ©APA
Am Freitagabend wurden in Wien die 22. Amadeus Austrian Music Awards verliehen. Zu den großen Gewinnern zählten Josh. und RAF Camora.

Aus fünf Nominierungen wurden für Josh drei Preise - aber nicht nur der Sänger hatte bei den 22. Amadeus Austrian Music Awards, die im Wiener Volkstheater verliehen worden sind, Grund zur Freude. Während sich Josh mit eingedeutschten italienischen Getränken und Gerichten in "Expresso & Tschianti" Preise für Song und Songwriting des Jahres holte, lieferte Rapper RAF Camora mit seiner siebenten Platte "Zukunft" das Album des Jahres.

Josh. und RAF Camora räumten bei Amadeus Awards ab

Und auch den Award in der Sparte Pop/Rock durfte Josh mit nach Hause nehmen. Das war allerdings schon bekannt, veröffentlichten die Veranstalter doch erstmals die Genre-Gewinner häppchenweise vor der Gala. Der zweite Künstler, der mehr als einen Award einheimste, ist RAF Camora: Er holte sich auch in der Kategorie Hip Hop/Urban einen Amadeus ab.

Neben den Gewinnern für Album, Song und Songwriter des Jahres blieben der FM4-Award und der Live-Act des Jahres im Vorfeld der Gala geheim. Den Preis für den besten Live-Act holte sich schließlich ebenso wie im Jahr 2019 das Gesangs- und Kabarett-Duo Pizzera & Jaus. Der FM4-Award ging an die Indie-Rocker Cari Cari.

Granada erhielten erstmals Amadeus

Im Bereich Alternative setzte sich die Grazer Band Granada erstmals bei den Amadeus Awards durch, im Bereich Schlager/Volksmusik holte Melissa Naschenweng ihren mittlerweile vierten Amadeus. Weitere Preise gab es für das Electro-Duo Klangkarussell in der Kategorie Electronic/Dance und die Band Turbobier in der Kategorie Hard & Heavy.

Posthum Ehrung für Willi Resetarits

Das Quartett Ernst Molden, Willi Resetarits, Hannes Wirth und Walther Soyka wurde in der Sparte Jazz/World/Blues ausgezeichnet - posthum geht ein Amadeus Award also auch an den am Sonntag verstorbenen "Ostbahn Kurti". Für sein Lebenswerk wurde Boris Bukowski prämiert - er folgt damit auf die "Live is Live"-Schöpfer Opus. Der 1946 geborene Musiker feierte etwa mit der Band Magic 69 (später Magic) Erfolge und lieferte ab 1970 solo Hits wie "Kokain" oder "Euer Fritze mit der Spritze". Den besten Sound des Jahres hört man auf der Platte "Honeymoon Phase" der Sängerin Oska, für Aufnahme und Mix zeichneten Alex Pohn, Lukas Hillebrand und Patrick Kummeneker verantwortlich.

Die Amadeus Awards-Gewinner im Überblick:

  • SONG DES JAHRES: "Expresso & Tschianti" von Josh.
  • ALBUM DES JAHRES: "Zukunft" von RAF Camora
  • LIVE-ACT DES JAHRES: Pizzera & Jaus
  • SONGWRITER:IN DES JAHRES: Josh., Tamara Olorga und Richardo Bettiol für "Expresso & Tschianti"
  • FM4-AWARD: Cari Cari
  • POP/ROCK: Josh.
  • ALTERNATIVE: Granada
  • JAZZ/WORLD/BLUES: Molden/Resetarits/Soyka/Wirth
  • SCHLAGER/VOLKSMUSIK: Melissa Naschenweng
  • HIP HOP/URBAN: RAF Camora
  • HARD & HEAVY: Turbobier
  • ELECTRONIC/DANCE: Klangkarussell
  • TONSTUDIOPREIS BEST SOUND: "Honeymoon Phase" von Oska, Recording: Alex Pohn. Mix: Lukas Hillebrand, Patrick Kummeneker Mastering: Martin Scheer, Künstlerische Produktion: Alex Pohn Co-Produktion: Johannes Römer, Matthias Oldofredi, Oska
  • LEBENSWERKPREIS: Boris Bukowski

(APA/Red)

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