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Am Nationalfeiertag ins Montafoner Heimatmuseum

Am Nationalfeiertag wird den Museumsbesuchern letztmalig ein umfassender Einblick in die laufenden Ausstellungen geboten.
Am Nationalfeiertag wird den Museumsbesuchern letztmalig ein umfassender Einblick in die laufenden Ausstellungen geboten. ©Gerhard Scopoli

Schruns. Das Heimatmuseum wird am Nationalfeiertag, dem 26. Oktober, von 14 bis 18 Uhr letztmalig einen umfassenden Einblick in die laufenden Ausstellungen geben. Wie in den Museen in Silbertal, Bartholomäberg und Gaschurn, wird den Besuchern am Feiertag
Kaffee und köstlicher Kuchen serviert. Das Heimatmuseum zeigt neben der Wettbewerbspräsentation “Projekt Museum NEU” und der Schau “Schruns um 1920. Fotografien von Adele Maklott” auch die große Sommerausstellung “Jahre der Heimsuchung. Historische Erzählbilder von Zerstörung und Not im Montafon”. Am Samstag, dem 30. Oktober, abends werden die Ausstellungen in den Montafoner Museen – mit kleinen Ausnahmen – endgültig beendet.

MONTAFONER MUSEEN ZU “JAHRE DER HEIMSUCHUNG”

Vor genau hundert Jahren wurde das Montafon von einer schrecklichen Naturkatastrophe heimgesucht. Rasche Schneeschmelze und Dauerregen verwandelten Rinnsale und Bäche zu reißenden Flüssen. Die verheerende Folge war ein Jahrhunderthochwasser mit extremen Vermurungen in mehren Orten des Tales. Das Katastrophenszenario ist uns nicht nur eindrücklich in Erinnerung wegen der massiven Reaktionen. Diese reichten bis zu Aussiedlungsplänen des am schlimmsten betroffenen Dorfes Vandans. Zudem kam bei dieser Katastrophe erstmals das Medium Fotografie sehr umfassend zum Einsatz. Somit konnte der Nachwelt das Bild der Verwüstungen deutlicher erhalten werden als jemals zuvor.

Die Ausstellungen in allen vier Montafoner Museen spüren, in Erinnerung an dieses Hochwasser vor 100 Jahren, auch anderen Katastrophenereignissen im Montafon nach. Dies geschieht in den vier Montafoner Museen allerdings auf unterschiedliche Weise und zu unterschiedlichen Themen. Der Bogen spannt sich von der Lawinenkatastrophe 1689 über das Hungerjahr 1817 bis zu jüngsten Brand- und Sturmschäden. Die vier Ausstellungen dokumentieren die Katastrophen selbst, aber auch deren Folgen für Mensch und Natur. Nicht zuletzt gilt das Interesse den vielfältigen Versuchen, solche “Schicksalsschläge” zu verhindern: Im religiösen Leben, im Aberglauben – und letztlich durch ein wachsendes Bemühen, sich real abzusichern.

Öffnungszeiten des Montafoner Heimatmuseums, Kirchplatz 15, in Schruns bis Samstag, dem 30. Oktober, täglich von 10 bis 18 Uhr.

Kirchplatz 15,Schruns, Austria

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